6. Tag: Glen Canyon Damm - Lower Canyon - Antelope Canyon - Monument Valley

Auf den heutigen Tag war ich besonders gespannt, sollte es doch in den Antelope Canyon gehen, von dem ich schon so viel gelesen hatte.

Gegen 10.00Uhr kamen wir dann am Lower Canyon an, aber - "Closed due Flashflood". Enttäuscht wollten wir gerade wieder wegfahren, als eine Indianerin im Jeep angebraust kam und uns zu verstehen gab, dass man gerade beim Aufräumen sei und der Canyon ab Mittag zu besichtigen wäre.

Also fuhren wir zum Glen Canyon Damm, der eigentlich nicht auf dem Programm stand und schauten uns diesen, sowie dessen Umgebung etwas genauer an.

Ich hatte noch Erinnerungen an den Hoover Damm und war daher nicht sonderlich überwältigt. Vom ganzen Drumherum würde ich inzwischen jedoch diesen dem Hoover vorziehen. Hätten wir gewusst, was uns am Hoover Damm erwartet, hätten wir uns wahrscheinlich noch mehr Zeit genommen, aber dazu später. Es war zwar nicht kühl, nieselte aber immer mal wieder, so daß wir schon Bedenken wegen dem Antelope Canyon hatten.

Gegen 12.30Uhr waren wir dann wieder am Antelope Canyon, wo das Tor allerdings immer noch verschlossen war, aber unser Timing stimmte, denn mit uns kam die Indianerin vom Vormittag und entfernte die Kette vom Tor.

Mit uns kamen noch eine französische Familie und eine Gruppe Italiener an. Die Italiener fuhren jedoch wieder, da sie nicht die 6,-$ Gebühr, welche sie schon am Upper zahlen mussten noch einmal am Lower löhnen wollten.

Leider war der Canyon nur bis zum Arch begehbar ! Wir mussten dennoch die vollen 12,50$ plus die erwähnten 6,00$ pro Person zahlen. Hätten wir's nicht getan wäre uns eines der schönsten Naturwunder unserer Reise entgangen !

Ein etwa 14-jähriges Navajo-Mädel führte uns durch den Canyon bis zum Arch - und ließ uns dann allein. Da es immer noch etwas nieselte und wir natürlich die Gedenktafel am Eingang für die 1997 ums Leben gekommenen Touristen gesehen hatten, war eineigen doch etwas mulmig. Aber ich hatte ja gelesen, daß die Sicherheitsvorkehrungen seitdem extrem verbessert wurden und machte mir keine weiteren Gedanken.

Es nieselte zwar noch etwas, aber die Eindrücke im Canyon waren dennoch einfach unglaublich. Selbst bei trübem Wetter waren hinter jeder Biegung die Eindrücke anders, man kann sich das alles eigentlich gar nicht vorstellen.

Vor allem ahnt man gar nicht, was einen erwartet, wenn man von dem Navajo-Mädchen zum Canyon-Einstieg geführt wird.

Neugierig versuchte ich noch ein Stück über den Arch hinaus den Canyon zu erkunden, da ich aber von allen allein gelassen wurde (man erinnere sich an die Tafel - und wir sollten ja nicht weiter gehen) und nach wenigen Metern der Schlamm ein Weiterkommen unmöglich machte, mußte ich mich auf den begehbaren Teil beschränken.

Auch wenn wir total überwältigt waren, fuhren wir, auch wegen des immer noch trüben Wetters, nach einer reichlichen Stunde weiter in Richtung Monument Valley. In Kayenta stärkten wir uns erstmal bei McD (es war inzwischen wieder sehr sonnig), dann machten wir uns auf der Suche nach dem Visitor Center im MV, da wir die Schleife durchs Valley fahren wollten. Aber möglicherweise haben wir die falsche Strecke (wir fuhren auf der 163) gewählt, denn ein Visitor Center bzw. einen Hinweis darauf haben wir nirgends entdecken können (oder wir haben's schlichtweg übersehen).

Dadurch waren wir natürlich schneller als geplant durch, so dass wir noch eine Abstecher zum Goosenecks machen konnten.

Übernachtet haben wir im Super 8 in Blanding für 63,-$. War einen Tick luxuriöser als Motel 6, aber trotz Angabe im Super 8-Führer war kein Breakfast inklusive. Ansonsten war in Blanding nix weiter los, ein nahe gelegenes Restaurant hatte schon zu (war so gg. 21.00Uhr), nur der Supermarkt hatte noch auf. Also noch ein paar Bier geholt und den warmen Sommerabend genossen.

7. Tag: Moab - Deadhorse Point - Canyonlands

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