Aufenthalt in San Diego

Good evening ladys and gentlemen. Welcome back in the country with the most instabil wood experiment homes in the world. Man glaubt ja nicht was hier alles aus dem Rohstoff Holz gebaut wird. Zahnstocher, Häuser und Fordautomobile. Einen besonderen Augenmerk richten wir einmal auf die Häuser. Komplett aus Holz gebaut, besser gesagt Pressspanplatte. Okay, die DDR hatte Asbest, aber das zumindest im Zusammenhang mit dem Mangelrohstoff Beton.

Hier im wilden Westen ist aber alles aus Holz, pardon Pressspan. Dann einfach eine nette Verkleidung ran und schon ist die Illusion eines Hauses perfekt. Normalerweise müsste man mit einem Hammer die Räume des Hauses verbinden können. Wir sehen solch unfertige Scheiterhaufen in Einfamilienwohnraum-Form hier überall. Die bauen ganze Wälder wieder auf. Hauen Tapete ran und nennen das dann "bezugsfertig". Unsere Reise geht ja langsam zu Ende. Nicht mehr lange und es geht heimwärts. Mit einem lachenden und weinenden Auge sehen wir der Abreise entgegen. Jetzt ist es wichtig, noch so viel wie möglich von diesem Teil von Amerika aufzusaugen. Auch wenn wir langsam geschafft sind. Die Reise strengt schon etwas an. Trotzdem durchstreifen wir die Gegend mit offenen Augen, erziehen unseren Körper täglich mit Subway und schnappen hier und da die landesüblichen Kuriositäten auf. Wir fangen an Autonummernschilder zu lesen. Mal schauen ob wir noch ein paar lustige finden.



San Diego

Hier in den USA darf sich jeder sein Nummernschild aussuchen. Da überholt einen schon mal ein "I ? mummy" oder man findet im nächsten Spielzeugladen endlich die passende Antwort zur Moses Action-Figur. Die schlägt nur Einer! Der unbezwingbare, Superheld aller Superhelden…. "the incredible Jesus". Die Deluxe Ausgabe. Inklusive Weinkrug und 5 Brotstücken. Leuchtet im Dunkeln. Moses und Jesus, damit lässt sich schon mal ein langweiliges, verregnetes Wochenende rumkriegen. Und am Montag, geht es dann mit der Abendmahl-Lunchbox in die Schule. Und wenn man mal wieder von den Anderen verdroschen wird, dann kann man seine Zähn da rein legen und schön zum nächsten Zahnarzt gehen. Heute also in San Diego. Wieder einmal in Old Town. Da gibt es meist Museen über die Besiedlung dieser urbaren Welt. Das müssen harte Kerle gewesen sein. Leicht war das sicher nicht. Auf der einen Seite die christlichen Fanatiker, die in Europa keiner wollte, dann die ganzen Banditos, die auf Europa keinen Bock mehr hatten, und dann die blöden Indianer, die ihr Land nicht hergeben wollten. Ein Pulverfass. Davon erzählen die Museen.


San Diego

Es ist sehr aufschlussreich, meist traurig und brutal. Amerika, das Land der Träume. San Diego ist eine der schönsten Städte hier. Leider sind wir nur kurz da. Hatten aber die Zeit zum alten Leuchtturm zu fahren. Der liegt auf einem Militärgelände, ist aber frei zugänglich. Dort oben hat man den Pazifik nach den ehemals bösen Japaner abgesucht. Heute werden die mit Reisebussen auf den Militärfriedhof gefahren. Wenn die in den Gräbern das wüssten. Zum Schluss noch eine Anekdote zum Thema Frauenparkplatz. So parkt man hier richtig. Der mittlere Strich von zwei Parkplätzen ist die Markierung, Mitten rein statt nur dabei. Wer sagt da noch, da passt man nicht rein? Unter den linken hinteren Reifen ist noch der Micra, der da vorher stand, zu erahnen. Der Besitzer wird ihn vergeblich suchen. Fazit: San Diego hat viel zu bieten. Einen botanischen Garten, Sea World, Zoo und so weiter. Leider haben wir das alles nicht geschafft. Deswegen ein Punkt Abzug. Aber die Kinos hier waren sensationell. Da können sich die daheim gebliebenen Kinobesitzer eine Scheibe abschneiden. Dafür wurden Filme gemacht. Prima!


San Diego

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