Zurück in San Francisco
Zurück im Land der unbegrenzten Spielideen. Zurück in San Francisco. Und wo wir schon so schön hier sind, gleich noch einmal etwas weiter zurück nach San Simeon. Zurück zum Hearst Castle. Wer beim letzten Bericht gut aufgepasst hat, der hat erfahren, dass Mr. Hearst ein Faible für Tiere hatte. Dies schlug sich gleich mal in einem Privatzoo nieder. Warum auch nicht, jeder braucht ein Hobby und er machte eben in Tiere... so kommt man auf keine dummen Ideen. Wir sind also zusammen mit einer Hundertschaft Frühreifer Rentner im Tourbus über das Anwesen gehämmert und nebenbei plärrte aus der selbstverlegten Audioanlage der Infotext auf Englisch. Klein Matthias, mit der Sprache noch etwas seine Probleme, hörte nicht schlecht, als die Tiere von Herrn Hearst aufgezählt wurden. Pferde, Zebras, Eisbären, Giraffen und irgendein Randolph. Ahh Randolph... Rentiere hatte er also auch! Randolph the red nose Rentier. Ich lächelte über meine Übersetzung und fuhr weiter. Später unterhielten wir uns über das Anwesen und als ich sagte, er hätte ja auch Rentiere besessen, schaute mich Steffi nur wie ein Fragezeichen an. Na Randolph, das Rentier. Macht es nicht Klick? Da schossen die Lachtränen. Rudolf the red nose Rentier. Der Besitzer hier Randolph. Ahh ja...äh... Themawechsel.
San Francisco. In jedem Hotel stehen wir erst einmal im Bad und haben die Befürchtung, ungewaschen ins Bett gehen zu müssen. Jeder Wasserhahn sieht hier anders aus. Jeder hat auch eine andere Technik. Doch etwas haben alle gemeinsam, alle sehen sie wie ein Steuerelement des Raumschiffes Orion aus. Kommt aus dem Bügeleisen da irgendwie Wasser? Dann das Bett. Hier müssen schon mehrere 200 Kilo Amerikaner gelegen haben. Die Federn sind jedenfalls hinüber. Da sinkt der Arsch auf Meeresspiegelhöhe. Und der Kopf, der schwimmt oben. Der ist im Laufe der Gezeiten auch immer leichter geworden. Frustriert etwas diese Erkenntnis. Heute machten wir eine Stadtrundtour. Kommen uns vor, wie Japaner aus Deutschland. Wir haben ja auch einen engen Terminplan. Immerhin 4 Bundesstaaten in 3 Wochen. Da ist Eile geboten. Also erst einmal ab nach Alcatraz. Das wohl berühmteste Gefängnis der Welt. Und wir waren in den Zellen. Echt etwas unheimlich da drinnen. Nichts wie Dunkelheit und ein Klo ohne Deckel. Zu guter Letzt ein Hofspaziergang, wo einen die Möwen auf die Platte kacken. Hier will man echt nicht eingesperrt sein.
Fazit: San Francisco ist Weltklasse. Eine tolle Stadt. Der Subway ist billiger als in Deutschland und die Sehenswürdigkeiten sind einzigartig. Aber Achtung: im Spielzeuggeschäft lauert das Böse.
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