San Simeon

Der erste richtige Tag im freisten Land der Welt und der Eiswürfelautomat befindet sich im Streik. Okay, bringen wir erst einmal ein paar wichtige Infos in diesen Text. Stichpunkt große Autos. Heute haben wir, so glaube ich, unseren siebenden Straßenhummer gesehen. Und wer denkt, dass sind hier die einzigen großen Autos, der irrt sich ganz gewaltig. Hier muss jeder ein Auto fahren, mit dem man mindestens einen Elefanten, zumindest aber eine Nashornfamilie auf der Ladefläche oder im Kofferraum transportieren kann. Soll ja schon alles einmal vorgekommen sein. Auf der Autobahn würde man sich hier mit einem Smart echt beschissen und minderwertig vorkommen. Wobei, in welchem Land kommt man sich mit einem Smart nicht so vor? Zurück zum Text. Wir haben jetzt also auch so ein Schiff gemietet. Ein Full Size (Volle Größe) zum Preis eines Middle Size (Mittlere Größe). So groß wie ein A6. Mit dem schießen wir hier auf den mindestens 2, normal aber 5 spurigen Freeways dahin. Ein Smartfahrer würde da wirklich leichte Komplexe bekommen.

Heute sind wir also ausgeschlafen und nach San Simeon gefahren. Nicht aber, bevor wir uns am kostenlosen Frühstück unseres Motels bedient hatten. Es gab Kekse mit allerlei Pampsüberzug, kleine Kuchenstücke aus Zucker und Frühstücksflocken für die Mikrowelle. Für die Mikrowelle? Glaubt man das?! Der Tag ist schon fast um und verlief auch nicht all zu stressig. Hier in San Simeon (hat nur eine Straße und keinen Fußgängerüberweg), gibt es nicht viel. Seeelefanten soll es geben am Strand. Dafür wurden auch mehrere Aussichtsplattformen errichtet. Den Tieren ist dies aber total egal. Wenn schon keinen Fußgängerüberweg, dann auch keine Seeelefanten. Die Tiere liegen einfach wo anders. Da kommt man nicht ran. Wir hatten nur die Freude, eine Art Eichhörnchen mit Größenwahn getroffen zu haben. Auf solch einer Plattform tummelte sich eine ganze Familie dieser Tierchen. So putzig, so niedlich und so frech. Einfach süß! Die wollten Futter und sie bekommen Futter. Nicht von uns, aber von all den anderen Menschen hier, die keine Schilder lesen können. "Die Tiere nicht füttern!" Das ist bei dicken Kindern und Tieren immer das Gleiche. Die müssen nur durch ihre verklebten Augen blinzeln und schon regnet es Frühstücksflocken für die Mikrowelle.



San Simeon

Die letzten Minuten dieses Tages lagen wir am Motel Pool. So etwas hat ja jedes Motel hier. Wir haben ihn auf der Suche nach einem Eiswürfelautomaten (wir erinnern uns, unserer streikte) gefunden. Mehr gibt es fast nicht, außer vielleicht noch eine lustige Eigenart. Das Klo ist hier bis zum Rand mit Wasser voll. Die kacken also nicht wie wir in eine Pfütze, nein, sondern gleich in ein mittelgroßes Meer. Ist echt lustig, da sitzt man so rum und sieht seinen Exkrementen beim Schmetterlingsstil zu. Etwas gewöhnungsbedürftig. Aber noch besser ist es mitten in der Nacht. Wenn man dann mit einem hängenden und einem geschlossenen Auge auf dem Klo sitzt, die Nudel einfach reinfallen lässt und sich dann wundert, warum das gute Stück Blubbergeräusche macht. Heute Nacht dann also das gleiche Spiel. Diesmal aber mit einer Barbie Schwimmweste bewaffnet. Man will ja kein Risiko eingehen.


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