13. Tag - Palm Springs – San Diego

Der (noch sonnige) Morgen in Palm Springs lud uns dazu ein, unser Frühstück im Freien zu uns zu nehmen und so schlenderten wir noch einmal bei Tageslicht den Palm Canyon Drive in Richtung Zentrum. An einer größeren Starbucks-Filiale, an der es auch Tische und Stühle im Freien gab, kauften wir uns je einen großen Kaffee und einen Muffin, und verzehrten beides genüsslich in der Morgensonne. Hier fiel mir auf, dass der Palm Canyon Drive so ein bisschen mit „Sehen und gesehen werden“ zu tun hat – der Flanierverkehr mit den diversen Nobelkarossen erinnerte mich stark an die Leopoldstraße in München oder den Ku’damm in Berlin.

Beim Zurückgehen ins Motel fiel mir ein Store mit den verschiedensten Tonträgern auf, und aus Neugier stöberten wir ein wenig darin. Prompt wurde ich fündig: Eine Vier-CD-Sammlung mit Country-Musik für nur $10, und fortan sollte das also unser musikalischer Begleiter im Pontiac sein.

Wir fuhren also nach dem Auschecken los in Richtung Cathedral City und bogen später nach rechts auf den Highway 74 ab, der in die Berge führte. Zuvor konnten wir uns aber noch von der Schönheit der Prachtstraßen hier überzeugen.

Palm Springs


Kaum fuhren wir in die Berge hinauf, wurde das Wetter merklich schlechter und es begann zu regnen. Da fiel mir ein, dass ich tags zuvor im TV mitbekommen hatte, dass vom Pazifik eine Schlechtwetterfront hereinziehen soll, und das waren wohl die ersten Ausläufer. Ohne größere Probleme gerieten wir aber dann auf die I-15 nach San Diego hinein und fanden nach kurzer Suche auch unser Hotel, das Pacific Inn Hotel & Suites. Hier kann gesagt werden, dass der Name zwar einiges versprach, das Hotel selbst aber gerade mal durchschnittliche Motel-Qualität aufwies. Die Lage war aber ganz gut und im Hotel aufhalten wollten wir uns sowieso nicht lange.

Nach dem Einchecken wanderten wir bei ziemlich schlechtem Wetter los in Richtung Zentrum. Gleich in der Nähe unseres Hotels lag die „Star of India“ vor Anker, ein altes Segelschiff.

Palm Springs


Etwas weiter südlich trafen wir auf den Teil des Hafens, in dem etliche Kreuzfahrtschiffe anlegen und den Touristen eine Stadtbesichtigung ermöglichen. Später erfuhr ich, dass diese Kreuzfahrten an der Pazifik-Küste entlang bei den Amerikanern sehr beliebt sind.

Palm Springs


Außerdem gibt es am Hafen etliche schön anzusehende Hochhäuser zu sehen, wie hier z. B. Harbor Club 1 und 2.

Harbor Club


Wir gingen weiter in Richtung „Gaslamp Quarter“, dem historischen Stadtkern von San Diego. Da das Wetter immer noch ziemlich schlecht war, bummelten wir ein wenig in der „Horton Plaza“, das zentral gelegene Einkaufszentrum in der Stadt. Hier ließ ich auch zum zweiten mal meine Fotos auf CD brennen, nachdem meine Speicherkarten schon wieder voll waren... Auf dem Bild unten ist der Platz vor dem Einkaufszentrum zu sehen.

Palm Springs


Da das Wetter partout nicht besser wurde, suchten wir uns eine nette Sportsbar und sahen uns die Fortsetzung des Duells Boston Red Sox – New York Yankees an. Die Sox gewannen auch dieses Spiel und ich war ziemlich überrascht, mit wie viel Herzblut die Besucher der Bar mit den Jungs aus Beantown mitfieberten – hätte ich bei einem klassischen Ostküstenduell nicht erwartet.

Später bestellten wir uns noch eine „Portion“ Spare Ribs, wobei mir bei der Bestellung nicht bewußt war, dass diese gleich eimerweise serviert werden...

Spare Ribs


Eine kleine Geschichte aus besagter Bar muss ich Euch aber unbedingt noch erzählen: Auf dem Weg zu den „Restrooms“ kam ich an einem Automaten vorbei, wie ihn jeder von uns kennt – ähnlich einem Teddybären – Greifautomaten. Der große Unterschied war, dass am Boden des Glaskastens keine Plüschtiere, sondern lebendige Hummer in einem Wasserbasin schwammen. Wer es also nun schaffte, nach dem Einwurf von $2 eines der Tiere in den Auswurfschacht zu bugsieren, konnte es in der Küche abgeben und dort wurde es dann kostenlos zubereitet – lediglich die „Sides“ müssen extra bezahlt werden. Ich fragte einen der Kellner, wie oft das den passieren würde, dass jemand tatsächlich einen der Lobster rausbekommt (schließlich bewegen sich die Viecherl in dem Wasser ja auch!), und er meinte, dass das Becken zwei mal pro Woche aufgefüllt werden muss (mit schätzungsweise 20 Tieren). Ich stellte mir kurz vor, wie viel Tierschutzaktivisten in Deutschland wohl Sturm laufen würden, wenn man hierzulande so einen Apparat aufstellen würde...

Später wechselten wir noch in eine andere Bar, wo man eisgekühltes Molson Canadian in „Kelchen“ serviert bekam...

Molson Canadian


Wir ließen den Abend locker ausklingen und hofften für den morgigen Tag auf besseres Wetter – schließlich stand der Besuch von Sea World auf dem Programm.

14. Tag - Sea World

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