17. Tag - Los Angeles – Universal Studios

Für den heutigen Tag war die Besichtigung der Universal Studios angesagt. Wir frühstückten in der Lobby des Days Inn, die ganz passablen Kuchen, Toast mit verschiedenen Aufstrichen und den wie immer sehr dünnen Kaffee vorhielt.

Dann fuhren wir los in Richtung der Studios. Dank zig-facher Beschilderung auf der Stadtautobahn wurde die richtige Ausfahrt auf Anhieb gefunden und wir befanden uns an der Einfahrt zu dem Vergnügungspark. In der Warteschlange stellte ich fest, dass neben mir ein ganzer Minivan voll Holländern ebenfalls auf Einlass wartete – „...die wird man auch nirgends auf der Welt los...“ schoss es mir durch den Kopf.

Los Angeles


Nach dem Eingang waren erst einmal happige Parkgebühren zu begleichen (Sea World lässt grüßen), bevor wir unser Auto im Parkhaus abstellten. Gottlob war noch nicht allzu viel los, so dass wir nah am Ausgang einen freien Platz fanden. Nach einem kurzen Fußmarsch durch eine Art Einkaufspassage, wo vor allem Souvenirläden zu finden waren, erreichten wir den Parkeingang, wo meine Befürchtungen erst einmal wahr wurden: Endlos lange Warteschlangen an den Ticketschaltern. Wir standen schon eine Zeitlang in der Schlange, als ich in einiger Entfernung einen Automaten sah, an dem man per Self-Service Tickets mit seiner Kreditkarte erwerben konnte. Ich ließ also Claudia den Platz in der Schlange reservieren und ging zu dem Automaten: Wie erwartet funktionierte er nicht (warum auch?) und kurz später stand ich wieder in der Schlange. Während des Wartens fiel mir, wie so oft in Kalifornien, der unglaublich hohe Anteil an deutschsprechenden Touristen auf.

Los Angeles


Endlich kamen wir an der Kasse dran und bezahlten den doch recht hohen Preis von ca. $50 pro Person, um in den Besitz von regulären Tickets zu gelangen. Es gäbe auch „FrontLinePasses“, die einen die Warteschlangen an den Attraktionen umgehen lassen, diese wären aber beinahe doppelt so teuer, und das war uns dann doch zu viel – eine richtige Entscheidung, wie sich später herausstellte.

Das Wetter war für einen Parkbesuch geradezu optimal; etwa 28° C und Sonnenschein. Dazu kam, dass der Park trotz der Besuchermassen am Eingang offensichtlich nur schwach besucht war, so dass wir überall gleich dran und rein kamen; die höchste Wartezeit betrug gerade einmal fünf Minuten.

Als erstes gingen wir in den Filmkulissen der Westernstadt umher und machten das eine oder andere Foto. Dann gleich hin zur ersten größeren Show: Terminator. Die Show selbst war ein beeindruckendes Spektakel, irgendwie eine Mischung aus Fortsetzung zu Terminator III als Film und von echten Darstellern gespielte Szenen auf der Bühne. Etliche Spezialeffekte ergänzten den tollen Gesamteindruck. Nach der Show durfte natürlich das obligatorische Erinnerungsfoto mit dem Motorrad aus Terminator II nicht fehlen...

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Gleich danach ging es in die Show „Back To The Future“, in der ein simulierter Flug durch die Zeit dargestellt wird. Man besteigt dabei den Nachbau des DeLorean Sportwagens aus dem Film und fliegt vor einer riesigen Kinoleinwand in die Zukunft und die Vergangenheit.

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Einer der absoluten Höhepunkte des Parks ist die Fahrt in einer Wildwasserbahn, in der „Jurassic Park“ nachgestellt wird. Am Eingang zur Bahn befindet sich neben einem Raptor auch eine Widmung von Steven Spielberg.

Universal Studios


In der Bahn selbst trifft man auf etliche Dinos, und selbst ein Auto wird, analog dem Film, über eine Klippe hinuntergeworfen und droht auf die Bahn zu fallen...

Universal Studios


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Über nicht enden wollende Stufen und Rolltreppen ging es anschließend hinunter in den „unteren“ Teil des Parks – hier nahmen wir mit einer kleinen Bahn an der Rundfahrt durch die eigentliche Filmstadt teil, also den Teil, in dem auch wirklich die Spielfilme gedreht werden. Neben interessanten Infos gab es selbsverständlich auch wieder etliche Aha-Effekte. So konnte eine Brücke, über die man eben noch gefahren war, auf Knopfdruck zum Einsturz gebracht werden...

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Etwas später fuhr man an einem Gewässer vorbei, und wie aus dem nichts tauchte der „Weiße Hai“ neben einem auf und man lief Gefahr, verspeist zu werden...

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Die Fahrt ist im Übrigen wirklich sehenswert, vor allem für Leute, die an Spezialeffekten aus Filmen interessiert sind. Kaum zu glauben, was einem da so in den Movies vorgegaukelt wird...

Wir gingen zurück in den „Vergnügungsteil“ des Parks und dort zur Show des Films „Waterworld“ hin. Nach den Angaben der Parkbetreiber soll dies die beste und aufwändigste Show sein, deshalb findet sie auch nur zwei mal pro Tag in einer kleinen Arena statt, die eine getreue Nachbildung der Meeresstation aus dem Film ist. Die vorderen Sitzreihen waren als „Soak Zone“ gekennzeichnet, und unsere Erfahrungen aus San Diego reichten aus, um dann doch weiter hinten Platz zu nehmen....

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Die Show war wirklich mit das Beste, was ich je gesehen habe. Die Stuntmen fuhren mit Jetskis und kleinen Booten im Wasser herum und simulierten einen Angriff der „Smoker“ auf die Wasserstation. Dabei geizten die Darsteller nicht mit Feuereffekten, simulierten Schusswaffen und waghalsigen Sprung- und Abseilaktionen.

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Zu allem Überfluss flog kurze Zeit später auch noch ein Flugboot der Smokers in die Arena, und direkt auf uns zu. Das geschah mit einer solchen Geschwindigkeit, dass ich schon nach einem Fluchtweg suchte, um mich im letzten Moment mit einem Sprung in Sicherheit bringen zu können. Der Flieger hielt aber dann doch noch rechtzeitig und ich schoss ein Foto von dem Anblick, der mich so in Schrecken versetzt hatte...

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Im weiteren Verlauf machten wir noch die Attraktionen „Die Mumie“, „Van Helsing“ und je eine Show mit Feuer- und Spezialeffekten mit, aßen in einem originalen Nachbau aus „Die Feuersteins“ einen Burger und sahen uns alles genau an. Wegen der bereits erwähnten überschaubaren Besucherzahl kamen wir an dem einen Tag komplett durch und so rentierte sich der Eintrittspreis auch wirklich. In der Hauptsaison habe ich da allerdings so meine Zweifel – wie schon in Sea World deuteten schier endlose Bahnen für Wartende an, auf was man sich bei einem vollen Park einstellen kann.

Unterwegs trafen wir dann noch den Bösewicht aus „Spiderman“, der sich mir gegenüber aber als recht lustiger Zeitgenosse herausstellte – na ja, mit einem echten Cowboy aus Good Ol` Bavaria legt man sich natürlich auch nicht so leicht an wie mit einer überdimensionierten Spinne...

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Gegen 17.00 Uhr verließen wir den Park wieder, natürlich nicht, ohne uns am berühmten Schild am Parkeingang verewigt zu haben...

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Auf dem Weg zum Parkhaus schauten wir kurz noch beim HRC Hollywood rein und kauften uns je ein T-Shirt – dies erschien uns noch als das sinnvollste Souvenir.

Obwohl es schon dämmerte, beschlossen wir, noch den Rodeo Drive und den Walk Of Fame zu besichtigen. Wir fuhren also zur berühmten Nobelstrasse und stellten dort unser Auto ab. Leider hatten schon fast alle Geschäfte geschlossen; andererseits enttäuschte mich der Rodeo Drive zumindest dahingehend ein wenig, dass es sich halt auch nur um eine der sehr teuren Einkaufsmeilen à la München-Maximilianstraße handelt. Wirklich zu besichtigen gab es hier für uns nichts. So fuhren wir recht zeitnah weiter zum Walk Of Fame und hatten dort erst einmal eine Zeitlang damit zu tun, einen Parkplatz zu suchen. Nachdem dies endlich geschehen war, liefen wir –bereits im Dunkeln- den Walk Of Fame ab und wunderten uns zum Teil, wer hier so alles einen Stern erhalten hat....

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Die Sterne für Elvis und die beiden Deutschen Siegfried und Roy waren ja noch verständlich....

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... und auch dem „Gouvernator“ gestehe ich einen Stern zu...

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... aber eine Comicfigur???

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Nach dem Walk Of Fame gingen wir noch zum Mann Chinese Theatre und sahen uns die diversen Hand- und Fußabdrücke an. Auch hier hatte Arnie seine Pranken hinterlassen...

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Nach deren eingehender Besichtigung wurden wir aber dann doch so müde, dass wir zurück ins Hotel fuhren. Zuvor drehte ich aber noch eine Runde mit dem Auto im Finanzdistrikt um die beleuchteten Wolkenkratzer ein wenig zu bestaunen – letztlich kam ich aber zu dem Schluß, dass die Skyline von LA in Sachen Schönheit mit der von Chicago oder Manhattan nicht annähernd mithalten kann...

18. Tag - Los Angeles – Highway N° 1 – Monterey

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