7. Tag - Las Vegas – Zion NP
Wir ließen den Tag locker angehen und entschlossen uns, im hoteleigenen „Courtyard Buffet“ das Frühstück einzunehmen. Gemessen am niedrigen Preis war die Leistung hervorragend: Die Auswahl war riesig und die Speisen wussten auch geschmacklich zu überzeugen. Einzig der Service fällt gegenüber anderen Buffets ab – so müssen z. B. Kaffee und Saft selbst geholt werden. Uns war’s egal und wir frühstückten ausgiebig, geplant war schließlich, das Mittagessen ausfallen zu lassen.
Anschließend besichtigten wir noch die Einkaufspassage des Hotels und sicherten uns das ein oder andere Souvenir. Ich habe übrigens noch nirgends auf der Welt einen Ort kennengelernt, in denen diese Mitbringsel so extrem billig sind, z. B. schöne Kaffeetassen für $1...
Gegen 10.00 Uhr checkten wir dann aus, was extrem schnell und problemlos vonstatten ging. Wir verließen Las Vegas auf der I-15 Richtung Norden und fuhren über St. George bis Springdale am Zion NP.
Schon bei den Reiseplanungen war mir für die heutige Übernachtung das „Majestic View Lodge“ im Internet aufgefallen, und wieder hatten wir Glück: Es waren reichlich Zimmer frei und wir sicherten uns eines davon. Es sollte die schönste Unterkunft der gesamten Reise werden, und das war mir die $130 incl. tax auch wert. Die Eindrücke von dieser ebenso urig wie luxuriös eingerichteten Lodge will ich Euch nicht vorenthalten:
Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer verstaut hatten, ging es los – der Zion NP wollte erkundet werden. Auch hier kam uns wieder entgegen, dass wir in der Nachsaison reisten: Der Besucherandrang war minimal, das Wetter hingegen optimal. Die Sonne schien und es war nicht allzu heiß; gute Bedingungen also zum Wandern. Der Shuttle-Bus brachte uns zum Eingang des Parks, wo wir unseren National Parks Pass zum zweiten mal einsetzten und hierfür reichlich Karten- und Infomaterial erhielten.
Nach dem Parkeingang durften wir das Shuttle wieder betreten und fuhren bis zum ersten Stop mit. Dieses Shuttle ist wirklich eine tolle Einrichtung: Man kann im hop-on / hop-off Verfahren beliebig mitfahren oder immer mal wieder ein Stück wandern.
Und genau das taten wir auch. Das Wetter lud dazu ein und die Entfernungen bis zum nächsten Shuttle Stop waren nicht zu lang. So boten sich uns schöne Eindrücke des Parks.
Als letzten Punkt erreichten wir den „Temple of Sinawava“ – ein von Steilwänden umgebenen Punkt am Ende des Tals. Die Felsbastionen sind hier wirklich atemberaubend; kein Wunder also, dass die Indianer diesen Ort als eine heilige Stätte ansahen.
Wir wanderten noch bis ganz hinten zu dem Punkt, wo der Trail an einem Fluss endete. Leider war mittlerweile auch die Sonne schon untergegangen und es wurde merklich kühler. Wir beschlossen also, das nächste Shuttle zurück zur Lodge zu nehmen. Lustige Anekdote am Rande: Im Shuttle hinter mir unterhielt sich ein älteres Paar in tiefstem bayerischen Dialekt. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, die beiden auf bayerisch anzusprechen und genoss die verdutzten Gesichter – tja, von einem Cowboyhutträger in Utah hätten sie das nicht erwartet...
Zurück in der Lodge aßen wir im dazugehörigen Steakhouse zu abend – wie das Hotel nicht ganz billig, aber erstklassig. Das Ambiente der komplett aus Holz erbauten Gebäude passte auch wunderbar, und so schmeckte es gleich doppelt gut.
Nach dem Essen besichtigten wir noch die ebenfalls zur Lodge gehörige Ausstellung mit ausgestopften Tieren der nordamerikanischen Fauna. Insgesamt sind hier etwa 30 Tiere ausgestellt, hier zwei ausgesuchte davon:
Die Hirsche im unteren Bild haben sich übrigens tatsächlich in der freien Natur so verkeilt und kamen nicht mehr voneinander los. So gingen sie letztlich an Erschöpfung zugrunde.
Nach dieser Besichtigung zogen wir uns auf unser tolles Zimmer zurück. So vorsintflutlich wie das Bett auch aussieht – bequem war es auf alle Fälle...
Wir ließen den Abend also im Zimmer ausklingen und mein Dosenbestand verringerte sich erneut...
8. Tag - Zion NP – Bryce Canyon – Torrey