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California Dreaming – Unterwegs im Westen der USA

Endlich, nach einem 12 Stunden Flug setzt die Maschine auf dem International Airport in Los Angeles auf. Jetzt noch schnell ein Auto mieten und dann ab ins Hotel und schlafen. Bei der Autovermietung habe ich die Qual der Wahl. Einfach nur Intermediale und zwei Türen für 165,- Euro oder lieber Luxus und vier Türen für 285,- Euro? Doch lieber den kleinen Japaner mit den zwei Türen, Klimaanlage und Automatikgetreibe, für 165,- Euro pro Woche. Mutig stürtze ich mich in das abendliche Verkehrsgetümmel der Millionenstadt. Ich habe Glück, das Hotel ist nur fünf Minuten von Down Town Los Angeles entfernt und das Zimmer für 62,- Dollar pro Nacht mit Frühstück, ist einfach eingerichtet, aber sauber und das Personal ist freundlich. Nach einem Frühstück mir French Toast, Eggs und Bacon, dazu gibt es den dünnen amerikanischen Kaffee, mache ich mich auf, Hollywood zu erobern.

Universal Studios und der Walk of Fame

Die Warteschlange vor den Universal Studios hält sich in Grenzen. Der Preis für ein Ticket verschlägt mir dann doch fast den Atem: 50,- Dollar plus 17,- Dollar für den Parkplatz, das ist nicht wenig.
Zuerst zum „Terminator“. Die Stuntshow ist nett gemacht, aber nicht gerade ein Highlight, immerhin sind die Kulissen echt und das original Motorrad ist auch noch da. Die Westernstadt entpuppt sich Shoppingparadies für Andenkenjäger, sogar in Gefängnis werden noch Hüte und Indianerschmuck verkauft.

Besser ist da schon die Fahrt durch den „Jurassic Park“. Die Dschungelatmosphäre und die Dinos wirken sehr echt und das plötzlich herabstürtzende Auto hinterläßt einen beschleunigten Herzschlag. Noch besser ist die Show zum Film „Water World“. Rasante Action und wirklich tolle Effekte, besonders das Flugzeug, das vermeintlich in die Zuschauer rast, sorgt für Geschrei und leichte Panik. Dagegen ist der „Weiße Hai“ fast zahm. Trotzdem erschrecke ich, als unvermittelt vor dem Fenster der Bummelzugs auftaucht, mit dem wir durch die Kulissen gondeln. Ein Rundgang durch die Studios, in denen tatsächlich gerade gedreht wird, ist informativ und gut gemacht.

Fazit: Die 50,- Dollar haben sich gelohnt. Nur das Essen war ziemlich teuer. Den Burger bekommt man ausserhalb der Studios für die Hälfte. Am Abend bummel ich über den Walk of Fame, die Straße der Sterne. 18 Blocks umfaßt der Weg des Ruhmes und mir tun die Füße weh. Links das Kodak Theatre, hier werden also die Oscars verliehen und natürlich das Chinese Theatre mit den vielen Hand und Fußabdrücken der Stars. Auf der Shoppingmeile Rodeo Drive ist zu dieser späten Stunde nicht mehr viel los und die Auslagen in den Designershops verraten mir, das mein Geldbeutel dafür nicht ausreicht. Zum Abschluss fahre ich in den Finanzdistrikt, denn von hier aus ist der Blick auf die nächtliche Skyline einfach wunderschön.

Los Angeles

Los Angeles

Los Angeles – Pasadena – San Francisco

Nur 15 Autominuten von Down Town Los Angeles liegt Pasadena, aber ich komme in eine andere Welt. Pasadena wird zu Recht die grünste Stadt Amerikas genannt. Bei der Durchfahrt komme ich durch Alleen, hinter denen sich gepflegte Einfamilienhäuser mit liebevoll gestalteten Vorgärten befinden. Alles ist ruhig und aufgeräumt. In der schönen Altstadt gönne ich mir bei „Pete’s Coffeeshop“ ein großes, schmackhaftes Frühstück, bevor ich auf dem ältesten Highway im Westen der USA in Richtung San Francisco weiterfahre.

Links von mir ist der Pazifik zum greifen nah. Kleine Orte rauschen vorbei, Motels, Truckstops mit Tankstellen. Ich übernachte in Monterey, einem kleinen, idyllischen Hafenstädchen in Rosy’s Motel für 48,- Dollar und einem umwerfenden Blick auf den glitzernden Pazifik im letzten Tageslicht. In Salinas gehe ich endlich an den Strand. Hauptsächlich Familien, die ihren Picknickkorb auspacken und mich spontan einladen, sind hier. Der Sand ist feinkörnig und das Wasser angenehm warm. Vorbei an Santa Cruz und Santa Clara erreiche in endlich das Ziel meiner Reise: San Francisco. Ich fahre ohne Umwege zur Golden Gate Bridge. Hier in 70 m Höhe mitten auf der Brücke ist es windig, aber der unter mir tosenden Ozean und der Ausblick auf die Bucht ist jede Mühe wert. Weiter geht es zur „Fishermans Wharf“, diesem quirligen Viertel am Hafen, mit seinen Kuriositäten und Shops und den faul in der Sonne liegenden Seelöwen am Pier 39. Ich gönne mir frische Krabben, die an jeder Straßenecke angeboten werden. Die Fahrt nach Alcatraz spare ich mir und fahre stattdessen zum Coit Tower, einem Aussichtsturm auf dem 90 m hohen Telegraph Hill. San Francisco liegt zu meinen Füßen, mein Traum vom Westen Amerikas ist wahr geworden.

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