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Central Hollywood

Das ist der Teil von Hollywood, in dem sich damals die Filmindustrie niedergelassen hat. Zwar geht es hier schon lange nicht mehr so glamoureus zu, doch mittlerweile hat man ange-fangen, dass verblaßte Erscheinungsbild der Stadt wieder herzustellen. Nachts kommen jedoch weiterhin die unschönen Seiten, wie Obdachlosigkeit, Prostitution und Drogenab-hängigkeit an die Oberfläche.

Hollywood Boulevard
An der berühmten Kreuzung Hollywood Blvd./Vine St. tummelten sich in der Blütezeit der Filmproduktion die Regisseure und Filmproduzenten in den vielen Straßen Cafes und Res-taurants. Es gab das Gerücht, dass hier die wahren Tallente auf der Straße gefunden wurden, was viele veranlaßte, sich hier herumzutreiben, um als Star entdeckt zu werden. Dabei war es eigentlich so, dass die Mitarbeiter aus der Filmbranche einfach nur in der Nähe mal einen Kaffee trinken, oder eine Kleinigkeit essen wollten.

Über dem Stadtteil ragt der Capitol Records Tower. Hier hat der gleichnamige Musikprodu-zent seinen Hauptsitz. Das Gebäude soll in seiner Bauweise an einen Stapel Schallplatten er-innern. Das nahe gelegene Pantages Theater ist zwar von außen nicht sehr gut erhalten, aber im Inneren ist es durch sein barockes Interieur dafür umso sehenswerter. In dem lila und rosafarbenem Gebäude mit der Hausnummer 6608 befindet sich nicht nur das bekannteste Dessou-Geschäft, sondern auch eine Art Museum für Unterwäsche. In diesem Museum werden die schönsten Stücke verschiedener Hersteller präsentiert, wie auch einige Teile, die von ihren bekannten Eigentümern, wie Liz Taylor, Cher oder vielen anderen gestiftet wurden.

Wer sich in einem gemütlichen Ambiente einen Hollywood-Klassiker auf der Bühne ansehen möchte, der sollte einen Besuch im Egyptian Theater einplanen. Dieses Theater wurde zwar bei dem großen Erdbeben von 1994 beschädigt, aber die American Cinematheque Film Foun-dation sorgte dafür, dass es sorgfälltig restauriert wurde.

An der bereits zuvor genannten Kreuzung Hollywood Blvd./Vine St. befinden sich auch die Messingplatten, mit den Namen vieler Stars – sie bilden den Walk of Fame. Bereits 1960 wurden die ersten Platten mit berühmten Namen aus Musik, Film, Fernsehn und Radio in den Bürgersteig eingelassen. Das Ziel war es nicht, den Berühmtheiten eine Ehre zu erweisen, sondern dem Boulevard zu neuem Glanz zu verhelfen und Touristen hierher zulocken. Man glaubt es kaum, aber die Stars, die sich hier verewigen möchten, müssen sich mit einigen tausend Dollar an der Aktion beteiligen. Trotzdem ging die Rechnung des Chamber of Commerce auf, denn kaum ein Tourist kommt nach LA ohne nicht auch den Walk of Fame zu besuchen.

Hollywood Star

Hollywood Star

Auf dem Hollywood Blvd. Findet man auch das Mann´s Chinese Theater. Hier wurden früher die Filmpremieren gefeiert. Die Hauptattraktion des heutigen Kinos sind die Fuß- und Hand-abdrück im Zement des Innenhofes, die viele Stars hier hinterlassen haben. Die Idee, dass sich Schauspieler die „Hände und Füße schmutzig machen sollten“, kam, als die Schauspielerin Norma Talmadge während der Bauarbeiten im feuchten Zement mit dem Schuh stecken blieb. Es wurde eine Tradition geboren, die noch bis heute fortgeführt wird.

Wer LIVE bei einem Filmdreh zugucken möchte, kann sich im Motion Picture Production Office informieren, wo in der Stadt an welchem Tag und an welchem Film gearbeitet wird. Einige Produktionen beauftragen zwar Wachmänner, um den Drehort abzusperren, aber das macht noch lange nicht jede.

Sehenswert ist auch das Roosevelt Hotel, in dem 1929 der erste Oscar verliehen wurde. Mit dieser Auszeichnung wollten die Hollywood-Stars sich selber ehren, um nicht auf Anerken-nung von außen warten zu müssen. Das Hotel wurde bereits kurz nach seiner Eröffnung 1927 zum Treffpunkt bekannter Leute und in dem Cinegrill aßen Berühmtheiten wie zum Beispiel Ernest Hemingway und viele mehr. In den 80´er Jahren wurde das Hotel aufwendig renoviert. Es lohnt sich auf jeden Fall eine Blick in das Innere des Roosevelt Hotels zu werfen.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Roosevelt Hotels befindet sich das Hollywood Entertainment Museum. Hier kann man einige Requisiten aus vielen verschiedenen Serien und Filmen, wie „Cheers“ und „Raumschiff Enterprise“ bestaunen. Dieses Museum sollte man jedoch nur dann besuchen, wenn man sich für solche Requisiten auch interessiert. Ansonsten ist der Besuch eher Zeitverschwendung, wenn man dafür etwas anderes nicht sehen kann.

2003 wurde das Hollywood History Museum eröffnet. Es zeigt auf 4 Etagen die Mode und das Make Up, sowie Kulissen und die Spezialeffekte aus der „goldenen Zeit“ der Filmpro-duktion.

Sunset Boulevard
Der „legendäre“ Sunset Boulevard liegt parallel zum Hollywood Boulevard. Leider muss man gerade im Bereich von Central Hollywood feststellen, dass eine der bekanntesten Straßen in Kalifornien in den letzten Jahren an Attraktivität verloren hat. Rush-Hour rund um die Uhr, schmuddelige kleine Geschäfte; all das findet man heute auf dem Sunset. Früher war vor allem die Kreuzung Sunset und Gower St. ein Treffpunkt für Statisten, die auf der Suche nach einem Angagement waren. Aus diesem Grund wurde die Ecke auch „Straße der Armen“ ge-nannt.
Ein Überbleibsel aus alten Zeiten ist auch noch der Cinerama Dome. Hier zeigte man unter schwierigen technischen Bedingungen Filme, an denen sich das Publikum in einem schönen Ambiente erfreuen konnte. Noch heute zeigt man in den riesigen weißen Kuppeln des Gebäu-des Filme, doch der Rest des Hauses, ist zu einem Komplex aus Restaurants, Theatern und Shops geworden.
Der ehemalige Hollywood Athletic Club ist ebenfalls auf dem Sunset Boulevard, jedenfalls das, was davon übrig ist. Hier hat sich unter anderem Charlie Chaplin fitgehalten, während sich John Wayne und Johnny Barrymore eher mit Alkohol vergnügten. Heute sind die Räum-lichkeiten nur noch für besodnere Events und Parties geöffnet.
Als 1936 das Crossroads of the World Einkaufzentrum öffnete, war es ein riesiger Anlaufs-punkt für Touristen. Die zentrale Plaza wurde im Stil eines Schiffes gebaut und die umliegen-den Geschäfte wurden in den unterschiedlichsten Länderstilen gehalten. Sie sollten die Häfen symbolisieren, die die Besucher „anlaufen“. Noch bis heute hat sich dieses Gebäude seinen eigenen Charme bewahrt. Trotzdem ist es nicht mehr so interessant, wie es bei seiner Eröff- nung war. Hier wurde auch die Polizeiserie LA Confidental gedreht.
Wenn man dem Sunset Boulevard Richtung Westen (also zum Meer hin) folgt, kommt man auf den Sunset-Strip. Hier zeigt sich einem das Bild, was man sich unter der berühmten Straße auch vorstellt. Teure Geschäfte, schicke Restaurants. Auch das Hyatt on Sunset befindet sich hier. Im „Spago“ kann man mit etwas Glück auch neben einem Star dinnieren. Man sollte aber vorher einen Tisch reservieren (Tel.: 310/652-4025).

Hollywood Memorial Cemetry
Der Wasserturm der Paramount Studios ragt über den bekanntesten Friedhof der Welt. Hier sind viele der Hollywood-Berühmtheiten beigesetzt, wie zum Beispiel Rudolph Valentino, Peter Finch und Douglas Fairbanks Sr.. Auch der Mann mit den Tausend Stimmen, Mel Blanc, hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Dieser Mann gab unter anderem Bugs Bunny und Schweinchen Dick seine Stimme. Auf seinem Grabstein dankt man ihm mit den Worten:“Thank´s all, Folks!“