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Reisebericht Westen USA von XRA

1. Tag- Ankunft in Las Vegas

Reisedaten:
Reisedatum: 31.08.2005 – 13.09.2005
Besuchte Orte: 9-tägige Bus-Tour: Las Vegas – Fresno – Yosemite N.P – Sacramento – San Francisco – Pismo Beach – L.A.
Mietwagen: L.A. – San Diego
Flug: Frankfurt – Las Vegas, L.A. – Frankfurt (United Airlines)
Bus-Tour: Gebucht über Meier`s Weltreisen („Western Experience“), entspricht Dertour („Westen für Einsteiger“)
Mietwagen: Alamo LAX, Intermediate (Chevy Malibu per Choice Line gewählt)
Personen: Meine Freundin (22 Jahre) und ich (23 Jahre)

31.08.2005 (Ankunft in Las Vegas)
Endlich war er da der Tag: Nach Monaten voller Vorfreude ging es heute zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. Vom Bahnhof machten wir uns um 3:45h mit dem ICE auf in Richtung Frankfurt Airport. Unser Flug zum Umsteigeort Chicago ging um 8:25h. Da der United Schalter am Flughafen erst um 6:00 öffnete, hörten wir auf den Rat unseres Reisebüros, auf keinen Fall eher zu kommen, da wir sonst nur unnötig warten müssten. Um 5:40 waren wir dann vor dem Schalter von United Airlines: Vor uns standen nur fünf Leute, weswegen wir um kurz nach 6h bereits an der Reihe waren und nach ein paar kurzen Fragen über den Grund unseres Fluges unsere Koffer aufgeben konnten (von denen lediglich einer kontrolliert wurde).

Las Vegas

Las Vegas ©iStockphoto/Sky_Sajjaphot

Bisher war unser längster Flug drei Stunden, und wir waren schon gespannt wie wir einen solch langen Flug überstehen werden. Kurz Antwort: Besser als gedacht! Die Boeing 777 war mit Fernsehern in jedem Sitz ausgestattet, und nach 2 Filmen war schon ein großer Teil des Fluges vorbei. Essen war ungewöhnlich gut und auch Getränke wurden oft genug angeboten.

Trotz des kurzen Zeitrahmens zum Umsteigen in Chicago von nur 1:30h ging alles glatt und wir saßen pünktlich im Anschlussflug nach Las Vegas! Nun doch etwas müde kamen wir schließlich um 14:30 Ortszeit in unserem Hotel in Las Vegas an. Wir haben uns entschlossen, an diesem Tag nichts mehr zu machen und uns lediglich etwas auszuruhen um Vegas am nächsten Tag in vollen Zügen genießen zu können. Wir setzten uns nur noch kurz mit unserer Reise-Begleiterin für die Bus-Tour in Verbindung, um uns über den allgemeinen Ablauf zu informieren. Nach etwas relaxen im Pool ging es dann auch schon um 20h schlafen.

2. Tag- Las Vegas

Früh um 6:00h standen wir beide gut ausgeschlafen auf, um unser erstes amerikanisches Frühstück genießen zu dürfen. Leider waren die Informationen aus dem Reiseführer korrekt: Der Kaffee war sehr dünn, und das Essen für meinen Geschmack etwas zu süß. Aber nachdem ich die Bagels und etwas Butter entdeckt hatte, war auch ich wieder zufrieden.

Nun stieg aber die Erwartung, und wir warnen heiß auf Vegas: Mit dem Shuttle-Bus des Hotels ließen wir uns an den südlichen Teil des Strips zum Hotel „Tropicana“ fahren. Vor uns bauten sich mächtige Hotel-Bauten auf, allen voran das MGM, welches wir auch als erstes erkundeten: Gleich am Anfang erschlug uns die unvorstellbare Anzahl an einarmigen Banditen. Natürlich konnte es meine Freundin nicht erwarten gleich mal einen Automaten mit ein paar Quartern zu füttern (mit leider sehr mäßigen Erfolg). Fasziniert schauten wir uns den Käfig mit den Löwen an und besuchten mal den Pool des Hotels.
Danach ging es wieder raus, schauten noch kurz wie die Achterbahn am „New York New York“ ihrer Runden zog und gingen weiter. Plötzlich erschallte irgendwo her Elvis „Viva Las Vegas“. Auf der anderen Seite der Straße fingen die Wasserspiele des „Bellagio“ an! Ja, wir waren jetzt wirklich in Vegas! Aber unser Ziel für diesen Vormittag sollte das „Venetian“ sein. Schon von weitem hörte man die Gondel-Sänger. Innen waren wir fasziniert vom künstlichen Himmel und den super schönen angelegten Kanälen und Brücken. Hier aßen wir auch gar nicht so italienisch unseren ersten Burger in einem Fastfood Restaurant.

Da die Strecke bis zu unserem Hotel nun doch ziemlich weit war, und wir auch zu Fuß in der Mittagshitze nicht mehr laufen wollten, entschlossen wir uns die Monorail-Bahn an der Station Flamingo zu nehmen. Mit 3$ pro Person war man dabei, und wir freuten uns auf den Abend in Vegas!

Nach einem gemütlichen Nachmittag im Pool ließen wir uns abends vom Shuttle-Bus vor dem „Bellagio“ absetzen. Natürlich waren wir gespannt von den Wasserspielen bei Nacht und schauten uns dann auch gleich die Nächste zur Melodie von „Singing in the Rain“ an. Auf ein bisschen mehr Glück hofften wir dann an den Spielautomaten im Bellagio: Nach einigen verspielten Dollar, klimperten dann bei meiner Freundin (ich blieb glücklos) die ersten Quarter aus dem Automaten. Sogar ein paar größere Gewinne wurden noch erzielt, so dass am Ende der Einsatz und das Abendessen heraus sprangen. Eigentlich wollten wir am Buffet teilnehmen, doch die nicht enden wollente Schlange hielt uns davon ab. So wurde in einem der vielen hauseigenen Restaurants diniert. Selbstverständlich ließen wir uns es nicht nehmen noch mal die Lobby anzuschauen, die ja aus dem Film „Ocean`s Eleven“ bekannt ist.

Danach schlenderten wir noch etwas durch den Garten des „Caesars Palace“, bevor wir gegen Mitternacht unser Hotel erreichten (schließlich war am nächsten Tag um 8h Abfahrt). Überwältigt von den vielen Eindrücken fiel es uns nicht leicht gleich einzuschlafen, aber die Vorfreude auf die nächsten Tage sollte und doch noch einige Stunden Schlaf gönnen.

3. Tag- Las Vegas – Fresno; ca. 600km

Pünktlich um 6h wurden wir – wie von unserer Reise-Leiterin versprochen – durch einen Anruf geweckt. Die Spannung war schon groß: War unsere Entscheidung eine Bus-Tour zu machen richtig? Fuhren wir mit lauter Rentnern? War das ganze Programm vielleicht zu straff und unflexibel? Um es vorweg zu nehmen: Es war die richtige Entscheidung! Wir waren eine gemischte Gruppe von 40 Personen (von 13 bis 70 Jahren). Das Reise-Programm erhielt außerdem genug Frei-Raum, und wir erhielten super Tipps und Information von unserer Reise-Begleiterin. Ich weiß ja, dass hier viele nicht unbedingt positiv einer Bus-Tour gewillt sind, deshalb vielleicht erst mal zum prinzipiellen Ablauf der Bus-Reise:

Der grobe Rahmen hieß 6h durch Weckruf aufstehen, um 7h sollten die Koffer vor der Tür stehen und es gab Frühstück (im Reise-Preis inklusive), um 8h war dann Abfahrt. In Las Vegas und San Francisco gab es einen Tag zur freien Verfügung. Ankunft in den Hotels am Abend war meist gegen 17h. Während der Fahrt erklärte unsere Reise-Leiterin die Städte, und gab Information über die USA allgemein (Einkommens-Möglichkeiten, Wirtschaft, Politische Situation, Neuigkeiten insbesondere zu „Katrina“). An schönen Aussichtspunkten wurde für einen Fotostopp angehalten, spätestens aber alle 2 Stunden wurde für einen Toiletten-Gang eine kurze Pause eingelegt. Bei größeren Stopps (z.B. Yosemite, Sacramento Old Town), wurde uns genügend Zeit gegeben, um sich „frei“ bewegen zu können. Da am Mittag meist ein größerer Stopp war, gab es auch immer Gelegenheit zu Essen (meist lagen mehrer Fastfood-Ketten oder ein Mall mit Food-Court in unmittelbarer Nähe). Ohne das Fazit vorweg nehmen zu wollen, aber ich war froh, dass ich die Strecken nicht alleine mit dem Auto fahren musste. Wir lernten super interessante Leute kennen, und es war zumindest für uns als erste Reise in die USA die richtige Entscheidung. Bei Fragen steh ich aber gerne zur Verfügung.

Interessant war vielleicht auch folgendes: Die Reiseleiterin, eine 55 jährige, die seit ihrer Kindheit in den USA lebt, war keine Mitarbeiterin von Meier`s Weltreisen, sondern war eine „freie Künstlerin“ (wie sie sich nannte), die von den einzelnen Agenturen für verschiedene Touren gebucht werden kann. Unser Busfahrer war ein Kalifornier, ein Mormone, und hatte auch ein paar nette Geschichten zu erzählen. Er war außerdem super zuverlässig und pünktlich. Hat z.B. oft die Koffer ins Hotel gebracht, als wir noch irgendwo unterwegs waren, so dass bei Ankunft im Hotel die Koffer schon immer auf den Zimmern waren. Hat natürlich dann auch ein dementsprechendes Trinkgeld von allen zum Schluß bekommen (um das aber nie gebeten wurde).

Aber mal wieder zurück zum „Tagesgeschäft“: Nachdem unsere Koffer geholt wurden ging es pünktlich um 8h los mit der Bus-Reise. Die erste Tagesetappe ging durch die Mojave-Wüste in die Kleinstadt Fresno. Zuerst wurde noch mal in Vegas an einem Supermarkt gehalten, um sich noch etwas mit Obst und Getränken eindecken zu können. Unser erster größerer Stopp war in der Geisterstadt „Calico Ghost Town“, mit Relikten des Old West. Nach einem gemütlichen Kaffee fanden wir vor allem die alte Schule interessant. Hier gab es auch unser erstes Erlebnis mit Road Runnern. Weiter auf der Fahrt kamen wir an der „Edwards Air Force Base“ vorbei (an der vor einigen Wochen ja das Space Shuttle gelandet ist), und machten einen kurzen Stopp am Flugzeugfriedhof in der Wüste. Dort hatten wir auch das Vergnügen, zum ersten Mal in einem „Taco Bell“ zu essen. Muss schon sagen, die könnten bei uns hier auch mal eine Filiale eröffnen. Die Wraps sind zu dem Preis echt spitze!

Die erste Tagesetappe endete dann letztendlich in Fresno, zugegeben kein sehr attraktives Örtchen. Als wir so etwas an der Hauptstraße entlang zum Supermarkt schlenderten waren einige Typen an den Geschäften entlang, die mir nicht so ganz geheuer erschienen. Aber die Vorfreude auf den nächsten Tag im Yosemite Nationalpark machte das wieder wett.

Hotel: Best Value Water Tree Inn

4. Tag- Fresno – Sacramento; ca. 400km

„Wahnsinn“ dachte ich mir am morgen: Selten habe ich im Urlaub so gut geschlafen. Die Betten waren im Schnitt echt alle bequem…sind ja auch jedes Mal 2 Matratzen pro Bett (scheint in den USA üblich zu ein). 6h Uhr durch einen Anruf geweckt werden klingt zwar im ersten Moment recht früh, aber wir sind immer gegen 23h ins Bett, da relativiert sich das ganze schon wieder etwas. Nach einem guten Frühstück (langsam haben wir raus was lecker schmeckt) ging es auf in Richtung Yosemite National Park! Wir waren übrigens heute die letzten im Bus, die eingestiegen sind (um 7:50h). War also eine super zuverlässige und pünktliche Gruppe. Schon kurz nach Abfahrt fing es an steil bergauf zu gehen. Muss schon zugeben, durch die vielen Serpentinen wurde ich mal kurzzeitig bleich im Gesicht. Aber Respekt an unseren Busfahrer, wie er sich da hinauf hangelte. Ich erholte mich aber recht schnell, denn unser erster kurzer Stopp lockte mit einem traumhaften Ausblick auf den El Capitan (2307m):

Habt ihr gewusst, dass es tatsächlich Leute gibt, die den Felsen besteigen? Laut unserer Reise-Leiterin braucht man dazu 3 Tage! Die Leute übernachten dabei auf Hängematten am Berg. Wir haben sogar Leute getroffen, die mit einen Fernglas unten am Berg stehen und die Kletterer beobachten. Nur leider war der große Wasserfall nur noch ein Rinnsal.

Als wir im Yosemite Valley angekommen waren, hatten wir 2,5 Stunden Aufenthalt, die wir auch gleich nutzten um den kleinen Wanderweg mal ab zu laufen und die Natur etwas zu genießen. Meiner Meinung nach war der Park auch nicht überfüllt, es war recht angenehm.

Nach dem Mittagessen ging es weiter in Richtung der kalifornische Hauptstadt – nach Sacramento. Die Österreicher unter uns freuten sich ganz besonders – es ging nämlich zuerst zu Arnold Schwarzenegger in das Capitol. Hier auch noch mal ein Kompliment an unsere Reise-Leiterin: Das Capitol macht Samstag’s nämlich Nachmittag bei Zeit zu, und wir kamen rechtzeitig an, um es noch mal von innen besichtigen zu können. Unserer Meinung nach wurde hier am Eingang sogar genauer kontrolliert als am Flughafen (musste hier sogar meinen Gürtel raus nehmen). Leider war Herr Schwarzenegger gerade nicht da, sonder weilte in Los Angeles. Dafür konnte man ein schönes Foto seines Büros machen.

Nachdem wir noch etwas in der herrlichen Parkanlage des Capitols geschlendert sind, folgte das eigentliche Highlight des Tages: Sacramento Old Town – ein im Wild-West Stil gehaltener Teil von Sacramento! Und wie es der Zufall so wollte, war just zu dieser Zeit dort ein Fest, an dem die Einwohner verkleidet waren, musizierten und verschiedene Attraktionen und Shows boten – ganz wie im Wilden Westen! Renate (unsere Reise-Leiterin) war so begeistert, dass sie uns 2 Stunden gewährte. Ein mit seiner Gitarre bewaffneter Musiker, spielte – nachdem er erfuhr das wir aus Germany sind – „schlaf Kindlein schlaf“. Meine Freundin sollte dazu den Text singen, weigerte sich aber hartnäckig.

Gegen 18h wurden wir dann von unserem Bus abgeholt, der in der Zwischenzeit beim Hotel war und unsere Koffer angeliefert hat. Das Hotel ist übrigens ein echter Tipp, total schön und komfortabel eingerichtet. Das Beste aller besuchten Hotels von den Zimmern her!

5. Tag – Sacramento – San Francisco, ca. 150km

Heute sollte es endlich zum ersten großen Highlight der Tour gehen: Nach San Francisco! Wir konnten es schon gar nicht mehr erwarten, die Golden Gate Bridge und Alcatraz sehen, oder mal mit einem Cable Car zu fahren. Dementsprechend früh waren wir natürlich wach, der Weckruf war heute wirklich unnötig. Außerdem waren wir gespannt ob die ganzen Lorbeeren richtig waren, und Frisco wirklich als eine der schönsten Städte der Welt bezeichnet werden kann.

Nach 90 Minuten Fahrt erreichten wir dann auch schon die Stadt. Auffallend war erstmal ein Möbelhaus…kaum zu glauben wo die Schweden mit ihrem IKEA überall vertreten sind. Anschließend folgte eine Stadtrundfahrt mit unserem Bus. Wie es das Glück so wollte, war es heute ausnahmsweise sonnig, der Morgen-Nebel verzog sich recht schnell. Zuerst ging es zum Rathaus, an dem gerade Außenaufnahmen für eine Filmproduktion stattfanden (leider erfuhren wir nicht um welchen Film es sich handelte), fuhren dann an der Lombard Street („krümmste Straße der Welt“) vorbei hinauf zu den Twin Peaks, die ein herrliches Panorama über die Stadt zuließen. Nachdem wir noch kurz im Gebiet mit den aus Filmen bekannten Häusern gehalten haben, ging es endlich zur Golden Gate Bridge: Ich war so begeistert, dass ich meinen Finger kaum mehr vom Auslöseknopf meiner Kamera bekommen habe. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen auch mal ein paar Meter auf der Brücke zu laufen. Nach einer Stunden Aufenthalt machte sich aber nur doch langsam mal Hunger bemerkbar. Und da wir für den Nachmittag noch eine Hafenrundfahrt gebucht hatten, bei der es auch unter der Brücke durchging, fiel uns das Abschied-Nehmen für den Moment nicht so schwer. Gegessen würde dann an der Fisherman`s Wharf. Auf das Geheiß unserer Reise-Leiterin probierten wir mal das berühmte Sauerteig-Brot, was auch wirklich schmeckte (vor allem mit Fisch-Suppe). Allerdings ist das wahrscheinlich für Deutsche nichts ungewöhnliches, denn so was bekomm ich hier auch beim Bäcker um die Ecke. Danach ging es zur eben schon erwähnten Hafenrundfahrt (17$), die insgesamt eine Stunde dauerte: Echt zu empfehlen, man kann so wunderschöne Bilder von der Brücke machen. Außerdem tuckert das Boot mal um Alcatraz, das auch sehr sehenswert ist.

Danach ging es erstmal in das Hotel: Wow, 18. Stock…super Aussicht über San Francisco!

Da wir noch kein Hotel für die nach der Bus-Tour anstehende Autofahrt nach San Diego hatten, ging mein erster Weg erstmal an die Internet-Station. Über Expedia wurde dann schnell eines gebucht (hatte mir in Deutschland vorher schon ein paar ausgesucht, die in Frage kommen könnten).

Da ich meiner Süßen versprochen hatte, auf jedenfall mal mit ihr einkaufen zu gehen, ging es am Abend noch mal los nach Downtown, um schon mal ein paar Geschäft „anschauen“ zu können (ja, so nennen das Frauen), die wir dann am nächsten Tag genauer erkunden könnten. Ihr erster Blick viel auf das Macy`s. „Oh mein Gott“ dachte ich mir, ein 5-stöckiges Haus nur mit Frauen-Artikeln…ob ich das überleben werde? Zum Glück plante sie den Besuch des Kaufhauses erst für morgen ein, da sie wie mich auch der Hunger packte: Wir trafen noch zwei Leute aus unserer Gruppe, und entschlossen uns in Chinatown einem Restaurant einen Besuch abzustatten. Hat übrigens schon jemand mal was von der „Stinking Rose“ gehört? Ein Restaurant im italienischen Viertel, wo alle Gerichte mit Knoblauch gemacht werden. Zwei andere aus unserer Gruppe haben dort diniert, und rochen dementsprechend
Nach der obligatorischen Ente (die ich beim Chinesen immer esse), gingen wir zurück ins Hotel und schliefen mit unterschiedlichen Erwartungen an den nächsten Tag auch gleich ein (kein Wunder, ich musste ja mit zum einkaufen).

Hotel: Holiday Inn Golden Gateway

6. Tag – San Francisco

So sollte man ja wohl jeden Tag geweckt werden: Ein traumhafter Ausblick mit der aufgehenden Sonnen genau vor uns! Guten Morgen San Francisco!

Meine Freundin stand natürlich voller Begeisterung gleich auf…endlich einkaufen. Also gut, nach dem Frühstück ging es gleich früh Richtung Union Square. Das einzige „kulturelle“ heute, dass ich mir anschauen durfte, war die Drehscheibe der Cable Cars. Erste Station war die Westfield Mall. Nicht zu glauben, dort lag doch wirklich ein Stadt-Prospekt in Deutsch aus. Dann wurde jeder einzelne Laden von unten bis oben abgelaufen. Highlight hier: Ein „Victoria`s Secrets“-Laden, komplett in Pink eingerichtet…vorsicht Augenkrebs!

Nach diesem Marathon folgte dann das „Macy`s“. Ich sah bei meiner Süßen schon das Funkeln in den Augen. Wie gestern schon erwähnt, das gemeine an diesem Laden war, dass Männer und Frauen in zwei getrennten Häusern untergebracht waren. Also nichts mit „Schatz, ich schau mal ob ich auch was finde“.

Vielleicht hier mal was allgemeines: Teilweise sind die Sitten in Kaufhäusern nicht schlecht. Alle Stellen sich brav irgendwo an („Is this a line?“ – wurden wir im Urlaub zigmal gefragt). Vor allem die Umkleidekabinen werden einem immer zugewiesen, und an den Kassen ist mehr Personal als Kundschaft. Ich erwähn da nur mal ein Beispiel aus Deutschland: 20 Leute mit vollen Einkaufswagen, aber nur eine Kasse hat offen – in Amerika wäre uns das nicht passiert! Der Europäer muss nur auf eines aufpassen: Rabattschilder! Natürlich stürzten wir uns auch zuerst überall drauf wo was von „Sale“, „2 for 1“ oder ähnliches hing. Bei genauerer Betrachtung fällt aber auf: Es gibt keinen (also wirklich keinen) Ständer, an dem nicht irgend so was dran klebt. Also wird in den USA anscheinend nie was zum Normalpreis verkauft.

Allerdings hat das Macy`s auch einen Nachteil: Es ist so groß, dass meiner Freundin irgendwann die Lust verging sich umzuschauen (man soll es nicht glauben). Einen Laden wo ich wiederum toll fand, war das „Old Navy“: Günstige Sachen in einer prima Qualität. Vielleicht mit einem H&M zu vergleichen. Hab da ein paar T-Shirts für 3,99$ das Stück gekauft. Da kann man nichts falsch machen. Interessant war auch eine Aktion von Footlocker: Adidas Schuhe für 89,90$. Kaufst du ein Paar, bekommst du ein Zweites dazu. Naja, wer es braucht!

Nach sieben (!) Stunden und unzähligen Geschäften gingen wir dann zurück ins Hotel. An einem Subway nahmen wir noch zwei Sandwichs mit, und ruhten uns auf den Zimmer dann erstmal aus. Und weil wir dann immer noch nicht genug hatten, gingen wir am Abend in das Fitness-Studio des Hotels. Meine Freundin erfreute sich am Stepper, und ich mich am Laufband. Danach konnte man wenigstens guten Gewissens wieder einen Burger verspeisen.

Fazit: Zum Einkaufen, dass nun wirklich nicht zu meinen Lieblings-Beschäftigungen gehört, eignet sich SF aber ideal. Die Geschäfte sind gut zum zu Fuß ablaufen geeignet und die Auswahl ist gigantisch. Hat sogar mir etwas Spaß gemacht. Waren beide ziemlich begeistert von der Stadt…man fühlt sich sicher, viele Sehenswürdigkeiten, angenehmes Klima und gutes Essen. Nur die parkgebühren sind jenseits von gut und Böse…2,50$ für 20 Minuten. Wahnsinn!

Hotel: Holiday Inn Golden Gateway

7. Tag – San Francisco – Carmel – Pismo Beach; ca. 475km

Heute ging es schon wieder los aus SF. Schade, denn die Stadt hat uns wirklich gefallen! Pünktlich – wie immer – um 8h ging es auf in Richtung Monterey.
Schon kurz nach Abfahrt kamen wir aber erstmal am Silicon Valley vorbei: Für mich als IT-Menschen sozusagen das „Mekka des Schaffens“. Dementsprechend war natürlich meine Begeisterung. Konnte meine Freundin irgendwie nicht nachvollziehen.

Und da wir durch ein Gebiet mit unzähligen Artischocken-Feldern fuhren, lag unser erster kleiner Stopp bei einem kleinen Laden, wo man dieselbigen frittiert erwerben konnte. Müsst ihr unbedingt mal probieren, wenn ihr Gelegenheit dazu habt. Schmeckt mit ein wenig Salz wirklich prima!

Kurz darauf erreichten wir Monterey. Das Wetter war an diesem Tag nicht wirklich einladend (sehr windig). Aber nachdem wir etwas über die amerikanische Bed&Breakfast Kultur erfuhren (gab dort einige sehr luxuriöse Häuser, die es anboten), ging es auch schon weiter Richtung 17 Mile Drive. Kurz davor liegt übrigens auch das Haus, an dem die Außenaufnahmen zu Hitchcocks „ Die Vögel“ entstanden sind.

Der 17 Mile Drive an sich (muss es wahrscheinlich niemanden erklären) ist eine gebührenpflichtige Straße, die an pompösen Villen und Golfplätzen vorbei führt. Wir haben kurz Pause am „Pepple Beach Golf Club“ gemacht, ein sehr teurer und exklusiver Club. War aber irgendwie nicht unsere Welt.

Mittags-Pause wurde in dem Örtchen Carmel gemacht, ebenfalls ein Platz für Reiche und Schöne. Jaguar und Mercedes wohin man schaut. Im Louis Vuitton – Shop gab es sagenhafte Schnäppchen ab 2000$ die Tasche. Weiter ging es auf dem Highway One, mit traumhaften Ausblicken auf das offene Meer.

Am Abend kehrten wir – als Tipp von unserer Reise-Leiterin – im Ort San Luis Obispo in die Restaurant-Kette „Hometown Buffet“ zum Essen ein. Klang verlockend: 8,90$, und soviel essen wie man will! Schmeckte dann aber auch wirklich prima. Es gab alles was das Herz begehrt. Sah man aber auch an den Leuten, die dort aßen: Der größte Teil war stark übergewichtig. Bin normalerweise einer, der an so einem Buffet nichts auslassen kann, aber die Auswahl war so groß, dass ich diesmal keine Chance hatte.

Als Tages-Abschluss folgte noch ein Gimmick unserer Reise-Leiterin: Wir hielten an einem kleinen Hotel, und ihr durften zunächst nur die Frauen folgen. Das Hotel hieß „Madonna Inn Suites“. Schaut es euch unbedingt mal an: http://www.madonnainn.com

Es ist ein Honeymoon-Hotel, dass das Wort „kitschig“ mehr als verdient. Jedenfalls, mit den Frauen ging sie auf die Herren-Toilette. Nur ein Mann von uns durfte mitgehen, um die Lage zu checken. Der Grund war das Pissoir, aber schaut es euch auf dem Bild am besten selber mal an!

Danach sind natürlich auch wir gefolgt, um es mal auszuprobieren. Übernachtet wurde in dem kleinen, aber schönen Ort Pismo Beach. Dort gibt es übrigens auch ein Outlet-Center (das leider schon geschlossen hatte, als wir ankamen).

Hotel: Oxford Suites Pismo Beach

8. Tag – Pismo Beach – Los Angeles; ca. 400km

Die Busreise näherte sich nun langsam ihrem Ende, heute war schon der letzte Tag. Aber, unser Ziel war ja die Stadt der Engel, allein das nahm schon etwas Wehmut.

Auf dem Highway 101 ging es Richtung Süden nach Santa Barbara. Unser erster größerer Stopp war hier am Gerichtsgebäude, dass man natürlich unweigerlich mit dem Michael Jackson Prozess in Verbindung bringt. Er sollte hier nämlich ursprünglich stattfinden, wurde dann aber wegen des hohen Presse-Aufkommens nach Santa Maria verschoben. Uns wurde sogar gestattet an einer Verhandlung teilzunehmen: Eigentlich wollten wir nur mal kurz in einen Saal hereinspitzen, aber der freundliche Wärter hat uns gleich hinein gebeten. Ging allerdings nur um einen Diebstahl…nicht so interessant. Allerdings konnte man auf dem Gebäude eine herrliche Aussicht genießen…wirklich super!

Bei traumhaftem Wetter ging es weiter zum Mittagsstopp zur Mall nach Santa Monica. Da diese am Strand lag, mussten wir den natürlich mal einen Besuch abstatten. Ab hier lud das Meer endlich zum Baden ein, weiter nördlich war es einfach immer zu kalt. Die Strände sind hier ja wirklich traumhaft…genau wie man es eben z.B. aus Baywatch kennt. Nachmittag kamen wir dann am Flughafenhotel an. Unser erster Eindruck von LA sah allerdings so aus:

Man hatte während der Reise noch die Möglichkeit, fakultative Ausflüge zu buchen (die also extra zu bezahlen sind). An diesem Abend bestand die Möglichkeit, an einem gemeinsamen Abschluss-Abendessen mit anschließender Nacht-Stadtrundfahrt in Downtown Los Angeles teilzunehmen. Weil es eine super Reise-Gruppe war, entschlossen wir uns für 46$ pro Person mitzumachen. Nagelt mich jetzt bitte nicht fest, aber das Essen fand in einem Hotel in Downtown statt, irgendwas mit „F“ am Anfang. Auf jedenfall kamen wir an, und an den Tischen stand bereits ein Salat für jeden bereit. Danach folgte der Hauptgang: Ein spitzenmäßiges Steak! Als Nachspeise folgte schließlich noch ein Becher Eis mit Himbeeren. Alles in allem lohnte sich das Geld für das Essen, den ein Blick auf die Speisekarte verriet, das das Steak allein schon 23$ kostetet. Übrigens gab es als Gimmick Weiß- bzw. Rotwein so viel man wollte! Die Stimmung während der anschließenden Stadtrundfahrt muss ich nach zig Gläsern Wein wohl keinem mehr beschreiben. Österreicher erzählen nach Alkohol noch mehr als vorher (man soll es nicht glauben). Auf jedenfall sahen wir das neue Disney-Theater und das Theater neben dran. Leider war zu dem Zeitpunkt meine Auffassungsgabe nicht mehr die beste, aber vielleicht könnt ihr mir helfen, wie das Theater heißt (war so ein riesiger Kronleuchter drin). Habe als Hilfe noch ein Bild von den beleuchteten Bäumen, die davor standen:

Anschließend besuchten wir noch zwei Hotels: In dem einen war ein Restaurant oben, das sich drehte. Alles war sehr modern. Interessant waren die Aufzüge. Man startet in der Lobby, und fährt sozusagen aus dieser heraus und dann außen an der Fassade des Hotels entlang. Das Andere war dagegen sehr altmodisch eingerichtet. Leider bring ich die Namen hier auch nicht mehr zusammen.

Nach der Rundfahrt war die Verabschiedung natürlich von allen dementsprechend herzlich und etwas traurig. War ja auch wirklich eine super Truppe und eine prima Reise bis dahin. Jeder drückte der tollen Reiseleitung und dem noch besseren Busfahrer ein ordentliches Trinkgeld in die Hand und bedankte sich noch mal für die Tour. Für viele ging jetzt allerdings der Urlaub erst richtig los: Einige flogen weiter nach Hawaii, und auf uns sollte ja noch das Abenteuer mit dem Auto und San Diego kommen!

9. Tag – Los Angeles – San Diego; ca. 190km

Unsere Busreise war mit Abschluss des Frühstücks nun offiziell beendet. Allerdings half uns unsere Reiseleiterin noch ein letztes Mal: Sie erklärte uns nämlich den schnellsten uns besten Weg nach Hollywood! Mit einem anderen Pärchen aus unsere Gruppe beschlossen wir nämlich dem Walk Of Fame noch einen Besuch abzustatten, bevor es dann Richtung Süden ging.

Meine Größte Sorge war allerdings die Sache mit dem Auto: Habe da ja teilweise Horrorgeschichten im Vorfeld hier im Forum gelesen…vom stundenlangen Warten, bis zur verloren gegangenen Reservierung. Wir beschlossen daher, dass die Mädels im Hotel blieben, und die Männer sich um das Auto kümmern (wir nahmen ja an das es einige Zeit dauert). Also gut, mit dem Hotel-Bus ging es Richtung Flughafen, von da aus dann Richtung Alamo. Aber meine Bedenken waren wirklich grundlos. Habe vorher über „Holiday Autos“ das „Under 25 Max. Super Inclusive“ – Paket gebucht und meine Daten schon vorher per Postkarte zu Alamo geschickt. Ich war also berechtigt den Express-Schalter an der Vermietstation ansteuern zu dürfen. Ging alles problemlos: Die Angestellte hat lediglich den Vertrag ausgedruckt, keine Fragen nach Versicherungen mehr gestellt (waren ja schon alle mit drin), lediglich ein Upgrade angeboten. Nach 5 Minuten war die Sache gegessen und wir durften uns aus der „Choice Line“ ein Auto raussuchen. Man fühlt sich hier ja wie im Auto-Himmel: Überall steckt der Schlüssel drin, man kann sich jedes Auto anschauen uns sich dann einfach eines mitnehmen. Hatten übrigens einen Intermediate gebucht…für 2 Personen vollkommen ausreichend und komfortabel. Sogar die Strecke nach Hollywood zu viert war kein Problem, die Leute im Fond hatten mehr als Platz. Das Auto unserer Wahl war ein Chevy Malibu. Zwar nicht die schönste Farbe außen, aber innen wirklich super ausgestattet!

Nach insgesamt 90 Minuten waren wir dann wieder im Hotel, haben die Mädels eingeladen und waren auf dem Weg nach Hollywood! Mit der super Beschreibung unserer Reiseleiterin und einem Stadtplan ausgestattet, waren wir innerhalb von 25 Minuten (also in Rekordzeit) mit dem Auto auf dem „Walk of Fame“. Ging so nach dem Motto: „Jetzt müssten wir gleich da sein…ohh, da sind ja schon die Sterne!“. Also Parkplatz gesucht (10$ für den ganzen Tag, das geht ja eigentlich wenn man zu viert ist) und ab zum Sight-Seeing. Schon spitze hier live zu sein…aber irgendwie hat man das Gefühl schon alles irgendwie aus dem Fernsehn zu kennen.

Nach dem obligatorischen Besuch des Kodak und Chinese Theater schlenderten wir noch etwas durch die Straßen. Anschließend ging es noch ins Mc Donalds. Die Kreditkarten-Abrechnung müsste ich mir eigentlich an die Wand hängen: Hat schon etwas, dass da „Mc Donalds Hollywood“ drauf steht

Danach ging es auch schon wieder zurück zum Flughafenhotel, wo wir das andere Pärchen wieder absetzten und uns natürlich gebührend verabschiedeten. Jetzt ging es aber wirklich los – auf nach San Diego!
Da wir auch Fans der Serie „The O.C.“ sind, war es natürlich schon ein besonderes Erlebnis, mal durch Newport Beach bzw. Orange County zu fahren. Ich empfand das fahren viel entspannter als in Deutschland. Weniger Dränglerei und Raserei. Nur die Tatsache, dass ich auch von rechts überholt werden konnte machte mir am Anfang etwas zu schaffen.

Ziel des heutigen Tages war das Best Wester Seven Seas am Hotel Circle von San Diego. Wir wählten dieses Hotel, weil es nicht weit zu Sea World war. Außerdem war man schnell an der Fashion Mall und den Stränden. Von dem Standpunkt aus also wirklich zu empfehlen. Da es nun doch schon etwas später war, wurde nur noch die Gegend etwas erkundet und ein Bad im Jacuzzi genommen.

Heute ging es nicht zu spät ins Bett…denn schließlich wollten wir für Sea World am nächsten Tag fit sein!

Hotel: Best Western Seven Seas

10. Tag – Seaworld San Diego

Heute stand der ganze Tag im Zeichen von Sea World. Zuerst ging es mal wieder in die nah gelegene Mall ins Mc Donalds, um endlich mal Pancakes zu essen. Pünktlich um 10h standen wir dann vor Sea World. War nur 5 Meilen vom Hotel entfernt…also kein Problem. Parken kostete 8$, sollte man vielleicht erwähnen. Bezahlt haben wir 45$ pro Karte. Hatte mir aus dem Internet vorher ein paar Coupons ausgedruckt, um 5$ zu sparen. Bevor der Park jedoch öffnete, wurde die National-Hymne gespielt. Stell mir das nur mal hier vor, steh vor einem Freizeitpark und die deutsche Hymne wird gespielt. Aber da sind die Amis ja viel patriotischer

Als erstes informierten wir uns über die Show-Zeiten…denn schließlich will man ja nichts verpassen. Wir wollten auf jedenfall die Show mit Shamu – dem Killerwall – sehen, und entschieden uns noch für „R.L. Stine’s Haunted Lighthouse 4D“. Dazu aber später mehr.

Als Achterbahn-Freak stürmte ich dann natürlich zuerst an die Wildwasser-Bahn „Journey to Atlantis“. Zuerst fährt man dort wie gesagt ein Stück Wildwasserbahn…danach folgt noch eine Achterbahnfahrt. Auf jedenfall interessant gemacht. Muss man unbedingt mal ausprobiert haben! Leider musste ich alleine fahren, weil meine Süße sich stets weigert in so was einzusteigen.

Journey to Atlantis

Aber damit sie auch was sehen konnte, ging es erstmal zu den vielen vielen Tieren: Vor allem die Pinguine und Delphine habe uns es angetan. Haben sogar mal einen Delphin gestreichelt. War eine witzige Situation: Wir standen allein auf einer Seite des Beckens, alle anderen auf der Anderen. Und wie es der Zufall so will, kam ein Delphin zu uns und machte seinen Mund auf (wollte was zu essen). Natürlich hielt ich mit meiner Digi-Cam voll drauf (siehe Bild unten). Nur als ich ihm dann nichts zu essen gegeben habe (hatte ja keinen Fisch bei mir), hat er uns beim wegschwimmen noch mal schön mit der Schwanzflosse nass gespritzt. Die ganze Menschen-Meute auf der anderen Seiten brüllte natürlich vor lachen.

Gleich neben an war ein Becken voller Flundern, die man auch berühren konnte (sofern man das wollte). Und wenn ich euch einen Tipp geben darf, verzichtet auf die Fahrt mit den „Shipwreck Rapids“! Das sind diese runden Boote, wo 5 Leute im Kreis sitzen und so einen wilden Fluss entlangfahren. Wir kamen genau dorthin als das Fahrgeschäft öffnete. Waren also die allerersten, die heute mit dem Teil fuhren. Und meine Freundin musste natürlich mit. Hab zu ihr gemeint, dass es nicht so schnell wäre, und es ihr bestimmt auch Spaß machen würde. Ok, was passierte nun…ich versuche es mal zu beschreiben: Das Teil dreht sich ja ständig. Und genau zu dem Zeitpunkt, als meine Süße mit dem Rücken zu Fahrtrichtung saß, fuhren wir ein kleines Gefälle hinunter. Unten angekommen, konnte man zusehen, wie durch die Wucht des Aufpralls eine riesige Wasser-Fontäne von oben genau auf meine Freundin schwabte. So als ob man eine Dusche anstellte. Sie wurde voll getroffen, und sah jetzt aus, als ob sie mit voller Montur in ein Schwimmbad gesprungen wäre, Haare und Klamotten…alles nass! Frauen reagieren auf so was ja äußerst empfindlich…deshalb fluchte sie auch auf Deutsch mit mir (ich zog sie da ja mit rein).

Die Amis, die mit uns fuhren (natürlich alle nur etwas an den Socken nass) fanden es lustig. Dort hatte ich dann auch meine netteste Unterhaltung mit einem Ami: Der Kerl fand Deutsche Klasse erzählte er mir, und meinte das wir hier immer gern gesehen wären. Na dann, bei dem Spaß den wir ihnen bereiten. Danach stellten wir und erst mal eine halbe Stunde in die Sonne, damit das Wichtigste wieder etwas trocknen konnte. Man sah übrigens im Park immer mehr Leute rumlaufen, die nass waren.

Als die Klamotten wieder einigermaßen ok waren, ging es dann zum Highlight des Parks…der Show mit dem berühmten Killerwall „Shamu“. Zu beginn der Show aber zuerst mal wieder etwas Patriotismus: Der Parkleiter bat, dass sich alle US-Soldaten im Publikum erheben sollten…die Leute spendeten frenetischen Beifall. Die Show war einsame spitze…allein das war das Eintrittsgeld schon wert!

Was ich auch empfehlen kann, ist – wie oben schon erwähnt – das „R.L. Stine’s Haunted Lighthouse 4D“. Ist ein 3D-Kino, das im wahrsten Sinne des Wortes zum Mitfühlen ist: Man bekommt also zuerst ein paar schicke 3D-Brillen und setzt sich dann auf einen Platz. Hier nur mal ein Beispiel was man erwarten kann: Im Film niest ein Darsteller. In den Moment kommt von dem vorderen Sitz etwas Wasser auf einen zu. Die anderen Gimmicks werden hier aber nicht weiter verraten, aber einige Schocker sind noch garantiert!

Danach verbrachten wir noch einige Zeit im Park. War ein prima Erlebnis – auch wenn ein nicht ganz trockenes – aber insgesamt wirklich Sehenswert.

Hotel: Best Western Seven Seas

11. Tag – San Diego

Heute stand der ganze Tag im Zeichen der Entspannung, schließlich näherte sich unser Urlaub dem Ende und eine lange Heimreise stand bevor. Deshalb planten wir einem Tag am Strand ein. Nur leider spielte das Wetter nicht ganz mit…es war nämlich bewölkt und nicht sehr warm. Aber was soll`s dachten wir uns, einmal wollten wir schon pazifisches Wasser spüren. Da ich mich vorher schon informierte, und die Strände in La Jolla so toll so sollten, beschlossen wir unser Glück dort mal zu versuchen.

Vielleicht hätte ich mich vorher informieren sollen wo es genau lang geht, denn wir verfuhren uns schrecklich. Prinzipiell dachte ich mir das nämlich so: Ich fahr an einer der Ausfahren La Jolla runter, und dann immer der Nase nach Richtung Westen…da müsste dann ja der Strand irgendwann mal kommen. Aber oh nein, schwer gefehlt, wir landeten nämlich mitten im Studenten-Viertel von La Jolla. Und ich sag euch eins…da wieder raus zu kommen ist gar nicht so einfach.

Nach 45 Minuten Irrfahrt hatte ich die Nase voll, und wir beschlossen den wesentlich einfacheren Weg zu nehmen, und den Schildern mit der Aufschrift „Beaches“ zu den Stränden in San Diego zu folgen. Manchmal kann es doch so einfach sein. Nach 5 Minuten waren wir da. Kostenlose Parkplätze ich Prinzip genau am Strand…was will man mehr. Leider wurden wir etwas enttäuscht. Es war mittlerweile ein sehr rauer Wind, keine Sonne, und der Strand war mit Algen (oder so was in der Art) übersäht. Der Pazifik war irre kalt. Man fühlte sich in dem Moment mehr an einem Platz an der Nordsee erinnert. Aber wir machten das Beste daraus, schlenderten gemütlich etwas am Meer entlang, setzen uns mal hin und ließen unseren Urlaub noch mal Revue passieren. War auch irgendwie romantisch.
Am Nachmittag fuhren wir wieder zurück, gingen noch mal in der Mall etwas shoppen, zurück ins Hotel und ab in den heißen Jacuzzi.

Am Abend ließen wir uns es noch mal Richtung gut gehen, auf ganz „amerikanische“ Art und Weise: Beim Chinesen nebenan wurde frisches Sushi besorgt, sich im Hotel auf`s Bett gesetzt, und vor dem Fernseher genüsslich gegessen. Das klingt irgendwie unspektakulär, aber in dem Moment hatte es was.

Hotel: Best Western Seven Seas

12. Tag – San Diego – Los Angeles

Der letzte komplette Tag unseres Urlaubs war nun angebrochen. Die Sonne verwöhnte uns heute wieder mit ihrer ganzen Kraft…das hätten wir gestern mehr gebrauchen können. Die Koffer wurden gepackt und für die Fahrt nach Los Angeles vorbereitet. Nach dem Frühstück ging es auf in Richtung LA. Da wir doch relativ früh dran waren, machten wir noch mal einen Abstecher in die Surf-Hochburg Oceanside. Traumhaftes Örtchen, auch der Strand war prima!

Bis auf einige kleine Staus verlief die weitere Fahrt nach LA problemlos. Die Rückgabe des Autos an der Alamo Vermietstation ebenfalls. So waren wir schon gegen 15h Nachmittags im Hotel am Flughafen angekommen (das ich vorher in Deutschland schon reserviert hatte). Da wir ja auch mit der Busreise dort schon mal waren, könnten wir uns gleich gut orientieren. Das Wetter musste natürlich auch noch mal ausgenutzt werden, uns wir verbrachten den Tag am hoteleigenen Pool.

Am Abend hatte ich die wahnsinnige Idee, unseren Flug mal rückbestätigen zu lassen (obwohl man uns sagte, dass dies mit United Airlines eigentlich nicht nötig war). Der nette Herr von der Rezeption verband mich deshalb mit dem Sprachcomputer von United. Also eigentlich dachte ich, dass ich der englischen Sprache und der Technik sowieso einigermaßen mächtig wäre. Aber die Sache mit dem Sprachcomputer machte mich verrückt: Da unser Telefon anscheinend mit dem Tonwahlverfahren so seine Probleme hatte, musste ich meine Buchungsnummer sprechen. Doch selbst mein bestes Schul-Englisch genügte dem Computer anscheinend nicht, denn er sagte immer wieder, dass er mich nicht verstanden hätte. Dann sagte ich die Nummer mal zu schnell, mal zu langsam. Irgendwann gab ich dann entnervt auf.

Am Abend schauten wir noch gemütlich einigen Flugzeugen beim landen zu, hatten nämlich eine prima Sicht auf die Landebahn, bevor wir uns schlafen legten.

Hotel: Marriott Los Angeles Airport

13. Tag – Los Angeles – Frankfurt

Unser letzter Tag in den USA! Nach einer kleinen Stärkung im hoteleigenen Starbucks ging es auf Richtung Flughafen. Der nette Herr am United Schalter bot uns einen früheren Flug zum Umsteige-Ort nach San Francisco an, den wir natürlich gerne annahmen. So hatten wir nach 90 Minuten Flug noch etwas Zeit am Flughafen in Frisco ein Paar Gifts besorgen zu können, bevor es schließlich mit einer Boing 747-400 in Richtung Frankfurt ging. Leider gefiel uns das Flugzeug nicht so sehr (zumindest was das Entertainment anging). Es hatte nämlich keine Monitore im Sitz eingebaut. Es wurde lediglich einige Meter entfernt eine Leinwand in der Mitte herabgelassen, die wir aber mehr schlecht als recht einblicken konnten. Uns taten nur die Leute leid, die genau vor dieser Leinwand saßen, die mussten ja schließlich 8 Stunden auf das Ding starren. Ist ungefähr so wie Kino in der ersten Reihe.

Interessant war, dass wir wahrscheinlich die kürzeste Nacht unseres Lebens mitgemacht haben…die Sonne ging nach 2 Stunden wieder auf. Wahrscheinlich haben wir dadurch so unseren Rhythmus verloren. Hatten nämlich – im Gegensatz zum Hinflug – einige Tage mit Jet-Lag zu kämpfen. Kamen allerdings in den Genuss über Island Nordlichter zu sehen. Wirklich toll! Pünktlich um 10h landeten wir schließlich in Frankfurt und erwischten sogar noch den Zug um 11h.