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Reisebericht Westküste der USA von Ludger K.

Die Westküste der USA ist eines der Traumreiseziele auf dem amerikanischen Kontinent. Die „klassische“ Rundreise, über die hier berichtet werden soll, kann sowohl mit dem Mietwagen als auch mit dem Wohnmobil durchgeführt werden und ist für 2-3 Wochen ausgelegt. Obwohl ein Camper den Vorteil besitzt, seine Unterkunft stets dabeizuhaben, sollte in Betracht gezogen werden, dass meistens nur eine bestimmte Anzahl an Tageskilometern inklusive sind und darüber hinaus pro Kilometer extra bezahlt werden muss. Ein Mietwagen hingegen enhält normalerweise unbegrenzte Freikilometer. Auch dürfen v.a. in Nationalparks mit einem Wohnmobil nicht alle Strecken befahren werden. Übernachtet wird meistens in Motels, die zweckmäßig bis komfortabel ausgestattet sind. Doch jetzt geht’s los!

Die Reise startet in Los Angeles, das von Deutschland aus von vielen Fluggesellschaften wie z.B. Lufthansa direkt angeflogen wird. Die Flugzeit beträgt ca. 12 Stunden, der Zeitunterschied zu Deutschland -9 Stunden. Da die Flüge aus Europa oft erst abends eintreffen, kann es ratsam sein, für die erste Nacht ein Flughafenhotel zu buchen, das bequem mit kostenlosen Shuttlebussen erreicht werden kann. Als Ausgangspunkt für die Stadterkundung empfiehlt sich aber ein Hotel im Stadtzentrum, z.B. das Westin Bonaventure. Mit dem Auto – Los Angeles ist wie viele amerikanische Großstädte aufgrund der Ausmaße am besten „er-fahr-bar“ – können viele Sehenswürdigkeiten schnell erreicht werden. Man darf natürlich nicht versäumen, Hollywood zu besuchen, den Walk of Fame entlangzulaufen und am Rodeo Drive die Auslagen der exklusiven Geschäfte zu bestaunen. Aus den Hügeln um Beverly Hills kann man das berühmte Hollywood-Zeichen am besten betrachten. Auch ein Ausflug zum Griffith Observatory am frühen Abend ist ein Muss, denn von dort aus liegt einem die „Stadt der Engel“ in ihrer ganzen Pracht zu Füßen! Wer möchte, kann in Santa Monica (Main Street) in Arnold Schwarzeneggers Restaurant „Schatzi on Main“ speisen. Ein ganz besonderes Erlebnis!

Auf der Fahrt nach Norden über den berühmten Küstenhighway Nr. 1 sollte man auf jeden Fall zwischen San Louis Obispo und San Francisco das prunkvolle Hearst Castle besichtigen. Für San Francisco sind auf jeden Fall mindestens zwei Tage einzuplanen. Bei gutem Wetter muss man eine Hafenrundfahrt unternehmen (Sonnencreme nicht vergessen!) und so die Golden Gate Bridge und Alcatraz von allen Seiten bestaunen. Vom Viertel Twin Peaks aus hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt, und natürlich dürfen die berühmten bunten Holzhäuschen – die „Painted Ladies“ – am Alamo Square nicht fehlen. Naturliebhaber können einen Ausflug in die Muir Woods unternehmen und dort im Schatten von Mammutbäumen wandern.

Yosemite Nationalpark

Yosemite Nationalpark

Um nach Las Vegas zu kommen, muss man durch den Yosemite Nationalpark fahren. Wegen starker Schneefälle ist dieser Pass aber im Winter und oft bis nach Ostern gesperrt. Dann bleibt nur ein großer Umweg über das Skigebiet von Lake Tahoe und den Mono Lake, den man wegen seiner grandiosen Tuffsteinsäulen unbedingt bei Sonnenaufgang besichtigen sollte. Ein unvergesslicher Anblick!

Anschließend geht es ins Death Valley. Temperaturen von über 40°C sind keine Seltenheit, die Klimaanlage im Auto muss aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet bleiben. Bei den Stovepipe Wells kann man dann noch über Sanddünen laufen. Wegen der zunehmenden Lufttrockenheit in den Bergen darf man nicht vergessen, genug zu trinken!

Angekommen im Spielerparadies Las Vegas sollte man sich von den Menschenmassen den „Strip“ entlangtreiben lassen und die eindrucksvollen Hotelbauten bestaunen. Auch der Besuch einer Show und ein Ausflug zum Hoover Dam sind lohnenswert.

Von Las Vegas aus gelangt man leicht in die wie auf einer Perlenschnur aufgereihten Nationalparks Zion NP, Arches NP, Monument Valley und schließlich den Grand Canyon. Da in jedem Park Eintritt verlangt wird, ist der Erwerb eines Nationalparkpasses empfehlenswert, der für einen Pauschalpreis unbegrenzten Eintritt in alle Nationalparks der USA für ein Jahr garantiert. In jedem Park kann ausgiebig gewandert werden, wobei der Arches Nationalpark wegen seiner Natursteinbögen besonders eindrucksvoll ist. Das Monument Valley und der Grand Canyon gehören schließlich zu den Höhenpunkten dieser Rundreise! Wer möchte, kann dort einen Hubschrauberrundflug unternehmen.

Auf der anschließenden Fahrt nach Phoenix ist ein Zwischenstop bei Montezuma’s Castle zu empfehlen. Diese Indianerfestung im Fels ist absolut sehenswert und ein kleines Museum liefert viele interessante Fakten.
Bevor es durch die Wüste zurück an die Küste geht, kann man im Casa Grande Outlet Center in Phoenix noch einmal nach Herzenslust shoppen! Auch lohnt sich ein kleiner Aufenthalt in San Diego, um zumindest SeaWorld zu besuchen.

Die Westküste der USA steckt wirklich voller Erlebnisse!