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Reiseversicherung für die USA

Bucht man frühzeitig eine Reise, sollte man darüber nachdenken, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Besonders wichtig ist dies bei sehr teuren Reisen. Eine Reiserückrittsversicherung deckt unterschiedliche Fälle ab, die einen Reiseantritt erschweren oder unmöglich machen würden. Sie ist sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien oder sogar ganze Reisegruppen möglich. Abgeschlossen wird eine Reiserücktrittsversicherung entweder bei einer entsprechenden Versicherungsgesellschaft oder direkt im Reisebüro, wobei die Versicherungskosten abhängig von der Höhe des Reisepreises sind. Die Versicherungen, die direkt vom Reiseveranstalter oder im Reisebüro abschlossen werden, sind jedoch oft teurer als separate Anbieter. Ein genauer Vergleich lohnt sich hier auf jeden Fall. Entschließt man sich für eine Reiserücktrittsversicherung, sollte man den Vertrag vierzehn Tage nach Buchung der Reise unterzeichnet haben. Allerdings variieren die Abschlussfristen von Anbieter zu Anbieter.

Vor Vertragsabschluss muss unbedingt geprüft werden, welche Versicherung in welchen Situationen einspringt und wie hoch die Selbstbeteiligung im Schadensfall ist. Deshalb sollte man vor Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung den Vertrag und vor allem auch das Kleingedruckte genau lesen. Eine Reiserücktrittsversicherung springt bei Erkrankungen, Unfällen und Todesfällen eines Reiseteilnehmers oder eines nahen Angehörigen ein. Normalerweise werden dann die Stornierungskosten der Reise für alle Familienmitglieder übernommen, die zuhause bleiben müssen. Voraussetzung dafür ist, dass sie die Reise gemeinsam gebucht haben. Wird der Urlaub aufgrund von Erkrankungen, Unfällen oder Todesfällen eines Reisenden oder eines nahen Angehörigen abgebrochen, so übernimmt die Versicherung in der Regel die entstandenen Mehrkosten für den Urlaubsabbruch. Muss ein Urlaub aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls verlängert werden, erstattet die Versicherung zusätzliche Verpflegungs- und Unterkunftskosten.

Bei Vorerkrankungen kann es passieren, dass die Reiserücktrittsversicherung nicht einspringt. Die genauen Regelungen des Versicherungsanbieters müssen deshalb vor Unterzeichnung des Vertrags beachtet werden. Ebenfalls genau geprüft werden sollte die Möglichkeit der Kostenerstattung im Falle einer Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeit, die in einigen Urlaubsgebieten das Reiserisiko zu hoch werden lassen.

Wird der Reiseteilnehmer überraschend arbeitslos und kann während des geplanten Reisezeitraums einen neuen Arbeitsplatz antreten, hängt es wieder von der Versicherung ab, ob sie die Kosten für die geplante Reise übernimmt.

Reiseversicherung

Reiseversicherung ©iStockphoto/Kenishirotie

Problematisch ist auch die Kostenerstattung im Falle eines Wohnungseinbruchs, bei der hoher finanzieller Schaden entstanden ist. Auch wenn der Reiseteilnehmer dadurch erheblich belastet wird, regelt es der jeweilige Versicherungsvertrag, ob die Kosten übernommen werden. Bei Unglücken am Urlaubsort ist das Einspringen einer Reiserücktrittsversicherung von der realen Bedrohung abhängig. Hat ein Reiseteilnehmer vor Antritt der Reise lediglich Angst vor potentiellen Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder Krankheitsausbrüchen im Urlaubsgebiet, so ist er bei der Kostenerstattung auf die Kulanz des Anbieters angewiesen. Oft bieten Reiseveranstalter in diesen Fällen jedoch Umbuchungen an, die einen Reiserücktritt verhindern.

Kommt es während des Urlaubs zu unvorhergesehenen Ereignissen, die auf höherer Gewalt (zum Beispiel Bürgerkrieg oder Kernunfall) oder Streik (zum Beispiel bei der Fluggesellschaft) zurückzuführen sind, springt eine Reiserücktrittsversicherung nicht ein.

Tritt ein Schadensfall ein, muss er sofort der Versicherung gemeldet werden. Eine Berichterstattung nach der Heimkehr aus dem Urlaub ist zu spät. Der Versicherte ist verpflichtet, dem Versicherungsanbieter alle nötigen Auskünfte zu erteilen, weitere Untersuchungen zu gestatten und je nach Vorfall auch Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden. Der Reisende muss in jedem Fall den von der Versicherung zu tragenden Schaden so niedrig wie möglich halten.