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Unsere Reise durch den Westen der USA

Mit dem Flugzeug ging es von der deutschen Stadt Frankfurt direkt nach Seattle. Die Einreiseprozedur war nicht gerade angenehm und erfreulich, sondern eher anstrengend und sehr außergewöhnlich lang. Über genauste Gepäckkontrolle bis hin zu Fingerabdrücken und Passfoto, ließen sie uns endlich durch die Absperrung laufen, womit wir auch endlich im Land der Träume unsere Freiheit genießen durften. Diese großartige Stadt liegt ganz im Nordwesten der USA. Sie ist allerdings nicht, wie anzunehmen, die Hauptstadt des Staates Washington. Washington liegt zwischen dem Pazifik und den Rocky Mountains.

Wie wir aus dem Flieger stiegen fühlten wir uns abenteuerlustig und frei, in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Als wir den riesigen Flughafen Seattles verließen, überwältigte uns sogleich eine wunderschöne Aussicht auf eine Großstadt, so wie man sich eine amerikanische Großstadt nur vorstellt. Die Skywalks waren natürlich nicht übersehbar. Neben der prächtigen Fassade der Stadt, mit all seinen hohen und großen Gebäuden, ließen wir uns auch von den Wasserfällen, welche mitten in der Stadt zu besichtigen waren, beeindrucken. Nachdem wir eine sehr ruhige Nacht in einem kleinen Hotel am Stadtrand verbrachten, machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg um nach einem günstigen Mietwagen zu suchen, da die Railways in den USA nicht sehr ausgebaut sind und uns die Hauptstrecken nicht ausreichten um all unsere Pläne zu meistern. Wir suchten also nach einer Van, welche groß genug für zwei Menschen waren, um darin zu schlafen.

Diese Suche erwies sich jedoch als sehr schwierig, da wir uns nur ein bestimmtes Budget eingeplant hatten. Leider mussten wir jedoch feststellen, dass wir mit diesem Budget für eine Automiete nie und nimmer auskommen würden, und so mussten wir uns ein wenig in unseren Plänen umorientieren, um unsere Kosten an anderen Plänen zu verringern und zu minimieren. Als wir nun endlich einen Mietwagen bekommen hatten, traten wir unsere lang ersehnte und lang geplante Reise an. Es ging vorerst Richtung Süden. Wir fuhren über den breiten Columbia River, welcher gleichzeitig das Tor zu dem nächsten Bundesstaat bedeutete. Wir befanden uns nun in Oregon und da wir uns hatten berichten lassen, dass dieser Staat weitaus mehr zu bieten hatte, als man normalerweise kennt, entschlossen wir uns bewusst und zielgerichtet dagegen, den berühmten Crater Lake Nationalpark zu besuchen, sondern fuhren ein klein wenig mehr ins Landinnere um die Natur in voller Pracht und ohne künstlich angelegte Gebiete ausfindig zu machen. Was uns sehr beeindruckte, war auch, neben den ganzen Eindrücken der Landschaft und der Städte, die ruhige Art und Weise, wie die Amerikaner auf ihren Straßen durch die Prärie fuhren. Die Straßen sind sehr gut ausgebaut und es besteht kaum eine Gefahr auf den Strecken zwischen den Städten, in größere Probleme zu kommen, in Staus zu geraten, oder gar einen Unfall zu bauen.

Und trotzdem hielten sich die Amerikaner erstaunlicherweise größtenteils an die Geschwindigkeitsvorschriften, welche zu einem Großteil bei maximal 80km/h lagen. Natürlich war diese Fahrweise für uns zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig und man wurde schnell verleitet auf den Menschenleeren Straßen etwas schneller zu fahren, aber der Gedanke an unsere lange freie Zeit, die wir uns ohnehin eingeplant hatten für diesen Urlaub, brachte uns immer wieder auf den Boden zurück und wir passten uns völlig unbewusst bald ganz an die Fahrweise der Amerikaner an. Als wir mehr in den Süden Oregons vorgedrungen waren, machten wir einen kurzen Tagesausflug in die Oregon Caves, welche sich als wunderschöne Tropfsteinhöhlen erwiesen. Einen Tag später befanden wir uns auch schon in Kalifornien, wo wir unbedingt den berühmten Redwood National Park besuchen wollten um uns von der bildhaften Schönheit der Landschaft überzeugen zu lassen.

Death Valley

Death Valley

Und ich muss zugeben, wir wurden kein bisschen enttäuscht. Unsere hohen Erwartungen wurden zu einhundert Prozent erfüllt und wir hatten weder Beanstandungen zu machen, was das Wetter an ging, noch waren wir unzufrieden über die Mentalität der Menschen, wie uns zuvor berichtet wurde. Im Gegenteil: Wir wurden überall umarmend und warmherzig empfangen und konnten uns schon nach einer Woche kaum noch vorstellen, wieder zurück in das graue Deutschland zu kehren. Mit den Riesenbäumen im Redwood National Park machten wir natürlich ein paar Erinnerungsfotos und noch heute kann ich kaum glauben, wie gigantisch diese Pflanzen in Wirklichkeit auf einen wirkten. Auf unserer weiteren Reise durch Kalifornien reisten wir durch verschiedene andere National Parks. Kalifornien scheint mir der Staat mit den meisten Nationalparks zu sein, da wir uns kaum einigen können, durch welche wir unsere Reise fortsetzten, da alle gleich interessant zu sein schienen. Auf unserer Reise durchquerten wir natürlich auch die lebensfreudige Stadt Los Angeles. Wir waren von der Schönheit der Stadt mit ihren vielen Einkaufsstraßen, Cafés, Gaststätten und Musikbars so fasziniert, dass wir uns schworen, eines Tages dorthin zurück zu kehren, und zwar für eine sogar noch längere Zeit.


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