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San Diego

San Diego Straende

Strand in San Diego

Corando und Imperial Beach Südlich von Downtown führt ein hochgespannte Brücke zu der schönen Halbinsel Corando. Wegen ihrer schönen landschaftlichen Angebote, wird sie auch die Gartenstadt genannt. […]



San Diego liegt im Südwesten Kaliforniens, eingebettet in ein Hafenbecken und unweit der Grenze zu Mexiko. Im Westen wird die achtgrößte Stadt der USA vom Pazifik eingegrenzt. Für viele Urlauber, die die Westküste der Vereinigten Staaten bereisen, liegt San Diego im Schatten der Filmmetropole Los Angeles und des Architekturjuwels San Francisco. Die pulsierende Großstadt San Diego mit ihren knapp 1,35 Millionen Einwohnern empfängt ihre Besucher jedoch mit einem abwechslungsreichen kulturellen Programm, traumhaften Wetterbedingungen und herrlichen Stränden, die Bade- und Sportvergnügen der Extraklasse versprechen. Im Herbst und Winter fällt das Thermometer selten unter 20° C, im Sommer hingegen wird es kaum heißer als 25°, dazu weht immer eine angenehme Meeresbrise und Regentage sind mit einer Anzahl von durchschnittlich dreißig pro Jahr ausgesprochen rar.
Durch die ideale Lage inmitten unendlich langer Küstenabschnitte gilt San Diego als die US-amerikanische Hauptstadt der sportlichen Aktivitäten und zieht daher jährlich Millionen Menschen aus der ganzen Welt an, die sich in die Wellen des pazifischen Ozeans stürzen. San Diego verströmt jedoch auch in kultureller Hinsicht eine besondere Anziehungskraft, denn hier verschmilzt moderne Großstadtatmosphäre mit historischen Elementen, die von der langen Vergangenheit der mexikanischen-amerikanischen Bevölkerung erzählen. Wer San Diego besucht, erlebt die typischen Wolkenkratzer der US-Metropolen und dazu den Flair der Old Town, wo ein buntes Nachtleben und gastronomisches Angebot, denkmalgeschützte Häuser aus dem viktorianischen Zeitalter und ein vielseitiges kulturelles Angebot auf ihre Entdeckung warten. Da San Diego eine auf natürliche Weise gewachsene und ständig erweiterte Stadt ist, kann das kulturell interessante Zentrum problemlos zu Fuß erkundet werden. Gleichzeitig verfügt San Diego über ein ausgezeichnetes öffentliches Verkehrssystem aus Bussen und S-Bahnen, die die Besucher schnell von einem sehenswerten Ort zum nächsten bringen. In San Diego warten hochinteressante alte Stadtteile, die eindrucksvolle Bucht, einige einzigartige Einkaufszentren und Freizeitparks sowie die idyllischen Strände im Umland auf ihre Entdeckung. Wer nach San Diego reist, sollte daher mindestens drei oder vier Tage einplanen, um die Stadt kennenzulernen.

Old Town State Historic Park

Besucher, die ein Gefühl für die frühe Vergangenheit San Diegos entwickeln möchten, sollten zuerst in die etwa sechs Kilometer nördlich von Downtown gelegene Old Town fahren und dort im State Historic Park ihre Besichtigungstour der Stadt beginnen. Das kleine und hochinteressante Viertel war im Jahr 1769 der Ort, an dem die spanischen Padres ihre Mission in Kalifornien begannen. San Diego gehörte ursprünglich zu Mexiko und fiel erst im Jahr 1850, nach dem Ende des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges in den Besitz der USA. Im Old Town State Historic Park, wo einst die erste spanische Siedlung an der Westküste entstand, erleben Besucher hautnah die mexikanische und frühamerikanische Epoche zwischen 1820 und 1880, die die Atmosphäre und das Erbe der Stadt bis heute maßgeblich prägt. Hier geht das Leben im Gegensatz zum modernen San Diego nur langsam vonstatten, und das Flair des Viertels ist geprägt von mexikanischer Lebensart und einer Geschichte, die tief mit der südamerikanischen Kultur verwurzelt ist. Im gesamten Viertel verstreut liegen alte Gebäude, die originalgetreu restauriert wurden und heute als Museen vom Alltagsleben der Menschen des 18. Jahrhunderts erzählen. Besonders sehenswert ist die Casa de Estudillo, ein großer und aufwendig restaurierter Lehmziegelbau, in dem mexikanische, spanische sowie frühamerikanische Artefakte, Möbel und Relikte ausgestellt sind. Auch der älteste Ziegelbau der USA, das im Jahr 1857 errichtete Whaley House, sowie das Seely Stable House mit seinen originalen Pferde- und Planwagen und das San Diego Union Museum, das einst die Redaktion der ersten Zeitung San Diegos beherbergte, sind hier sehenswert. Um die geschichtsträchtige Vergangenheit dieses Stadtteils besser zu verstehen, sollten Besucher vor ihrem Rundgang das Visitor Centre aufsuchen, denn dort wird umfassendes Informationsmaterial kostenlos angeboten, das detailliert über die spanische Mission und deren Entwicklung aufklärt. Da die Mission später verlegt wurde, befindet sich das wichtigste Gebäude dieser Bewegung, die Basilica San Diego de Alcala, heute etwa zehn Kilometer außerhalb der Stadt im Mission Valley.

Nach diesem faszinierenden Kulturerlebnis bietet sich ein Besuch des Bazaar del Mundo an. Dieses nach mexikanischem Vorbild errichtete Marktgebäude mit seinem gefliesten und bunt bepflanzten Innenhof bietet müden und hungrigen Touristen authentische Gerichte in den mexikanischen Restaurants an. In den Kunstgalerien und Boutiquen des Bazaar del Mundo werden mexikanisches Kunsthandwerk, Schmuck und Mode zu fairen Bedingungen für die Produzenten verkauft. Hier finden Touristen sicher das eine oder andere Stück, das noch lange an einen Besuch dieses faszinierenden Stadtviertels erinnern wird.

San Diego

San Diego ©iStockphoto/cm2852

Das Gaslamp Quarter – Der historische Stadtkern

Auch im an der östlichen Seite der Downtown gelegenen, von den vielen alten Gaslampen geprägten Viertel wird das architektonische und kulturelle Erbe San Diegos lebendig. Hier warten aufwendig restaurierte Holz- und Ziegelhäuser aus der spätviktorianischen Zeit auf ihre Entdeckung. Viele der bunten Gebäude, die überwiegend Bars, Jazzclubs, Diskotheken und Restaurants jeder Preisklasse beherbergen, wurden zu Beginn des 20. Jahrhundert errichtet. Hier können Architekturfans einige prachtvolle Beispiele des Art-Deco-Stils besichtigen, die an den ausschweifenden Stil der Goldenen Zwanzigerjahre erinnern. Besonders entlang der 5th Avenue reiht sich ein Architekturjuwel an das nächste. Im Gaslamp Quarter befinden sich über sechzig Nachtclubs, die in den Abendstunden tausende Menschen anziehen und diesen Stadtteil in ein buntes Feuerwerk an Musik, Party und Lebensfreude verwandeln. Wer das Gaslamp Quarter untertags besucht, kann in einem der zahlreichen Straßencafés das lebendige Treiben der kleinen Altstadt mitten in der Wolkenkratzer-Metropole beobachten.

Horton Plaza – Einkaufserlebnis der Extraklasse

In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gebäuden des Gaslamp Quarters befindet sich Horton Plaza, eine Shopping Mall, die in den Siebzigerjahren errichtet wurde und sich aufgrund der farbenfrohen Architektur auf fünf Stockwerken stark von den typischen US-amerikanischen Einkaufszentren unterscheidet. Wer mit dem Auto anreist, kann hier drei Stunden lang kostenlos parken. Die Zeit kann durchaus genutzt werden, denn in diesem postmodernen Rahmen sind über 140 Geschäfte untergebracht. Hier werden Mode und Geschenkartikel aller renommierten US-amerikanischen Marken wie Gap, Banana Republic oder Disney angeboten. Auch Dependancen der berühmten Kaufhäuser Macy’s und Nordstrom befinden sich in diesem bunten Gebäudekomplex. Zahlreiche Erlebnisrestaurants, Galerien und Kinosäle machen das Horton Plaza zu einem idealen Ort, um mit der Familie einen abwechslungsreichen Nachmittag zu verbringen.

Seaport Village – Shopping in stimmungsvollem Ambiente

Wer nach einem Besuch des Horton Plaza vom Einkaufen noch nicht genug bekommen hat, sollte nach Seaport Village fahren, in ein überschaubares Shopping Center, das direkt an der Küste an der südwestlichen Seite Downtowns liegt und im Stil eines alten Fischerdorfs errichtet wurde. Hier zählt nicht so sehr das Angebot von Geschäften und Galerien, obwohl im Seaport Village immerhin etwa siebzig Läden untergebracht sind, die schöne, nicht übertrieben kitschige Souvenirs verkaufen. Die Läden wirken jedoch angesichts der malerischen Kulisse mit den detailreich verzierten Häusern eher unaufdringlich. Wer dem Fischerdorf einen Besuch abstattet, sollte sich einen Imbiss oder ein Eis in einem der zahlreichen Restaurants und Cafés gönnen, von deren Terrassen aus die Gäste vor allem in den Abendstunden prachtvolle Ausblicke über die Bucht San Diegos genießen. Für die Unterhaltung der Kinder sorgt ein großes, aus dem Jahr 1895 stammendes Karussell. Vom belebten G Street Pier aus fahren viele Ausflugsschiffe ab, die Bucht-Rundfahrten, Tagesausflüge über die mexikanische Grenze sowie Walbeobachtungs-Touren anbieten.

Freizeitaktivitäten für die ganze Familie

Gleich nebenan befindet sich ein Museum, das mit zahlreichen Ausstellungen die Aktivitäten der US-amerikanischen Navy nachzeichnet und Spaß und Spannung für technikinteressierte Erwachsene und Kinder gleichermaßen garantiert. Auf dem im Jahr 1943 konstruierten Flugzeugträger USS Midway, der insgesamt 47 Dienstjahre absolvierte, ist seit 2004 ein umfangreiches Museum untergebracht, dass den Besuchern authentische Einblicke in die militärische Schiff- und Luftfahrt gewährt. Auf der schwimmenden Stadt sorgen zahlreiche interaktive Ausstellungen, Flugsimulatoren, Filmvorführungen und Flugzeugbesichtigungen für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie.

Wer mit Kindern nach San Diego reist, wird auch um einen Tag in Sea World nicht herumkommen. Dieser Freizeitpark wurde als erster der Sea-World-Kette in den Sechzigerjahren eröffnet und gilt unter Kennern immer noch als der beste seiner Art. Sea World San Diego ist in erster Linie wegen der eindrucksvollen Orca- und Delphinshows bekannt. In den riesigen Wasseranlagen und Aquarien können Besucher Bekanntschaft mit Roben, Weißwalen und Fledermausrochen machen. Besonders eindrucksvoll ist der Shark Encounter, ein Gang durch den Haifischtunnel, um den herum sich einige große und gefährliche Exemplare tummeln. Menschen, die auf Nervenkitzel auch sonst nicht verzichten möchten, können ihren Mut auf einer der riesigen Hochschaubahnen testen. Besonders beliebt ist die hochmoderne Wasser-Hochschaubahn Journey to Atlantis, auf der die Besucher an der höchsten Stelle achtzehn Meter in die Tiefe stürzen.

Balboa Park – einzigartiges Naturerlebnis mitten in der Stadt

Wer nach San Diego kommt, sollte einen Besuch des weltberühmten Balboa Parks auf keinen Fall verpassen. Diese riesige Parkanlage ist nur die größte der Stadt, sondern beherbergt neben herrlichen Tropenlandschaften, Palmen-, Kakteen- und Rosengärten auch hochinteressante Gebäude. Balboa Park erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von über fünf Quadratkilometern im Nordosten von Downtown San Diego. Die Anlage wurde im Jahr 1868 begonnen und im Laufe der Jahrzehnte durch Spenden und Privatinitiativen ständig erweitert, bis ein einzigartiges, kunstvoll gestaltetes Gelände entstand, das heute dreizehn Museen in neoklassizistischen Bauten beherbergt. Darüber hinaus dient Balboa Park als Schauplatz zahlreicher kultureller Veranstaltungen rund um Natur, Wissenschaft und Kunst. Das architektonische Herzstück bildet der California Tower, der wie die umliegenden Gebäude im Barockstil errichtet wurde. Wer den Park besucht, kann hier angesichts des abwechslungsreichen Angebots einen ganzen Tag verbringen. Fans von Natur, Tierwelt und kunstvoller Gartenarchitektur kommen hier in den vielen unterschiedlichen Themenbereichen und Museen voll auf ihre Kosten. Kleine Kinder erkunden den Park gerne auf der Miniature Railroad und freuen sich über eine Fahrt auf dem prachtvollen Karussell aus dem Jahr 1910, das in Europa handgefertigt wurde. Neben tropischen Gewächshäusern und einem japanischen Garten sind im Balboa Park unter anderem auch das San Diego Aerospace Museum, das Railroad Museum, die San Diego Hall of Champions, das Museum of San Diego History sowie das Natural History Museum der Stadt untergebracht. Für eine besondere Überraschung sorgt die Speckels-Orgel, die als das größte solche Instrument der Welt gilt und als Geschenk der Stadt Hannover im Jahr 1915 nach San Diego gelangte. An jedem Sonntag findet hier um 14.30h ein Orgelkonzert statt.

Die größte Attraktion des Balboa Parks ist jedoch mit Abstand der weltberühmte San Diego Zoo, der etwa ein Viertel des gesamten Areals in Anspruch nimmt. Hier können die Besucher seltene Tierarten in aufwendig gestalteten Erlebniswelten beobachten. Der San Diego Zoo bietet unter den insgesamt achthundert Tierarten auch Gorillas, Sumatra-Tigern, Galapagos-Schildkröten und Fischkatzen ein Zuhause. Damit sich die Besucher auf dem riesigen Gelände schnell zurechtfinden, bietet sich auf der Skyfari Aerial Tram eine schwindelerregende Fahrt durch die Baumkronen des Zoos an.

Die herrliche Küstenlandschaft San Diegos

Durch die ausgezeichnete geographische Lage San Diegos wird ein Besuch der Stadt auch zu einem absoluten Highlight, was entspannte Tage am Meer betrifft. San Diego ist von zahlreichen Traumstränden umgeben, was die Stadt zu einem der wichtigsten Zentren des Wassersports in den Vereinigten Staaten macht. Im Stadtgebiet selbst liegen mit dem Ocean Beach und dem Mission Beach zwei Strände, die einfach zu erreichen sind. Hier tummeln sich die meisten Touristen, zahlreiche Imbissbuden entlang der langen Boardwalks laden zu gemütlichem Flanieren entlang der Küste ein. Allerdings werden diese beiden Strände nur unregelmäßig gesäubert und die Wasserqualität lässt ebenfalls zu Wünschen übrig. Dafür herrscht hier die typische, etwas exzentrische Atmosphäre US-amerikanischer Großstadtstrände. Etwas außerhalb, aber dennoch im Stadtgebiet, halten sich am Pacific Beach die Einheimischen auf, weshalb dieser Küstenabschnitt deutlich gemütlicher und ruhiger ist. Der mit Abstand berühmteste Strand liegt in La Jolla, den man nach einer etwa zwanzigminütigen Fahrt entlang des Scenic Drives und der Abfahrt bei Kellogg Park erreicht. Wer die Anreise auf sich nimmt, wird mit einer naturbelassenen und etwas rauen Küstenlandschaft belohnt. Hier herrschen die perfekten Bedingungen für unterschiedliche Wassersportarten von Schwimmen bis Surfen. Wer es exklusiver mag, stattet der in der Bucht von San Diego gelegenen Insel Coronado einen Besuch ab, die über die 3,5 Kilometer lange Bay Bridge erreichbar ist. Gepflegte, ruhige Strände und idyllische Naturlandschaften laden zu entspannten Badetagen ein. Darüber hinaus ragt hier das legendäre Hotel Coronado in den Himmel, das als Kulisse für den Kultfilm „Manche mögen’s heiß“ mit Marilyn Monroe diente. Die traumhaften Gärten des Hotelkomplexes sind öffentlich zugänglich.

Wer gerne schwimmen geht, sollte stets bedenken, dass das Wasser des Pazifiks bei San Diego nur im Juli, August und September über zwanzig Grad erreicht und ein angenehmes Badevergnügen verspricht. Ausgedehnte Spaziergänge in idyllischer Natur und das Beobachten der waghalsigen Wassersportler ist hier jedoch ganzjährig möglich.